Nach 1974 war die Zahl der A. in der Schweiz gesunken, um seit 1980 vorerst leicht, seit Ende der 1980er Jahre stärker anzusteigen. Ihr Anteil an der Wohnbevölkerung stieg bis 1990 auf 18,1%, bis 1997 auf 20,6%. Das Bevölkerungswachstum in der Schweiz geht prakt. ausschliessl. auf die A. zurück (75% Migrationszuwachs, 25% Geburtenüberschuss). 1990 waren 22% aller A. in der Schweiz hier geboren (knapp ein Drittel Italiener, 20% Spanier), 37% lebten seit über zehn Jahren in der Schweiz, 73,9% seit über fünf Jahren. Rund 10% der Schweizer über 15 Jahren sind eingebürgerte A. Die Zusammensetzung der A. nach Ländern hat sich mit den Jahren verändert. 1970 stammten 90,6% aus EWG- und EFTA-Ländern. 1990 waren es 67,9%, 1996 noch 60,6%. Neu hinzu kamen v.a. Personen aus Ex-Jugoslawien (1996 22,5%) und der Türkei (5,9%).
| Kontinent | absolute Zahlen | in % |
|---|---|---|
| Europa | 1 254 001 | 89,1 |
| Afrika | 35 446 | 2,5 |
| Amerika | 46 955 | 3,3 |
| Asien | 67 386 | 4,8 |
| Australien und Ozeanien | 2 568 | 0,2 |
| Staatenlose | 274 | <0,1 |
Auch wenn die im Mai 2000 vom Schweizer Stimmvolk angenommenen bilateralen Verträge mit der EU den Personenverkehr mit deren Mitgliedstaaten vollst. regeln, stellt die Ausländerpolitik nach wie vor ein zentrales Thema der schweiz. Innenpolitik dar. Im Vordergrund stehen dabei Themen wie die Integrations- und die Flüchtlingspolitik (Asyl); die Arbeitsbewilligungen für ausländ. Arbeitskräfte aus dem Nicht-EU-Raum; die Ausländerfeindlichkeit (1994 Annahme des Antirassismusgesetzes, 1996 Ablehnung der Initiative "gegen die illegale Einwanderung"); die staatsbürgerl. Rechte für A. (1994 Ablehnung der erleichterten Einbürgerung für junge A.) sowie die Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht (1994 angenommen).
Autorin/Autor: Marc Vuilleumier / AL