Historisches Lexikon der Schweiz (HLS) Dictionnaire historique de la Suisse (DHS) Dizionario storico della Svizzera (DSS)

02/10/2006

Belp



Polit. Gem. BE, Amtsbez. Seftigen, und ehemalige Freiherrschaft (bis 1798). Die Gem. am Ausgang des Gürbetals ins Belpmoos und links der Aare umfasst das Dorf B. (1263 Belpo), die Weiler Viehweide, Heitern, Hofmatt, die neuen Quartiere Eissel (1956-75), Montenach (1960er Jahre), Schafmatt (1970er Jahre), Hühnerhubel (1980) sowie Aussenhöfe. Zur Kirchgemeinde gehören auch Belpberg und Toffen. Bezirkshauptort mit dem Regionalflughafen Bern-B. 1764 789 Einw.; 1850 1'970; 1900 2'343; 1950 4'066; 2000 9'193.

Neolith. Einzelfunde (Tuchfabrik), bronzezeitl. Gräberfelder (Hohliebe, Aebnit, Bützacker) und latènezeitl. Funde (Dorf, Sonneggstrasse) belegen die frühe Begehung bzw. Besiedlung des Gebiets. Aus dem Hoch- und SpätMA sind drei Burganlagen (Holzburgen) bekannt: Fahrhubel, 700 m nordwestl. der Hunzigenbrücke (Burgberg abgetragen), Hohburg am nördl. Abhang des Belpbergs (spärl. Mauerreste) und Hölzernes Schloss (1783 abgebrochen) im Dorf B. zwischen Gürbe und Amtssitz. Die Siedlungsentwicklung litt bis zur umfassenden Flusskorrektion im 19. Jh. unter den Überschwemmungen der Gürbe im Dorf und der Aare auf der Allmend.

1 - Freiherrschaft
2 - Gemeinde
Quellen und Literatur