Die E. waren in der Schweiz die grundlegenden Verkehrsträger für die Entwicklung zur Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft. Die damit verbundenen techn. und wirtschaftl. Errungenschaften wie die aus diesen resultierenden gesellschaftl. Entwicklungen prägten die moderne Schweiz. Im Rahmen der Verkehrspolitik nimmt das Transportmittel Eisenbahn aus ökolog. Erwägungen auch anfangs des 21. Jh. einen zentralen Platz ein.
Grundsätzlich wird zwischen öffentl. Bahnen mit Fahrplanpflicht wie den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), Privatbahnen und Bergbahnen sowie Stadtschnellbahnen (S-Bahnen) im Agglomerationsverkehr einerseits und nichtöffentl. Industrie-, Werk- und Baubahnen andererseits unterschieden. Eine eigene Kategorie bilden städt. Strassenbahnen (Trams). Die Schweiz verfügt über eines der dichtesten öffentl. Eisenbahn-Netze der Welt.
Zu Beginn des 21. Jh. sind sowohl der ehemalige Regiebetrieb SBB als auch die konzessionierten Nebenbahnen mehrheitlich als Aktiengesellschaft organisiert. Der Bund gilt der SBB die gemeinwirtschaftl. Leistungen ab und finanziert die Infrastruktur, namentlich das Schienennetz. Die SBB zahlen für die Benützung einen Beitrag und sind gehalten, die laufenden Betriebskosten aus den Einnahmen zu bestreiten. Voraussetzung für eine Unterstützung der Privatbahnen durch den Bund ist eine Beteiligung der Kantone. Die Neben- oder Privatbahnen, die im Verband Schweiz. Transportunternehmen zusammengeschlossen sind, decken 40% des gesamten Schienennetzes ab und richten sich als öffentl. Betriebe auf das SBB-Netz aus. Das Personal der E. ist zusammen mit anderen Angestellten des Öffentlichen Verkehrs im Schweizerischen Eisenbahn- und Verkehrspersonalverband (SEV) organisiert.
1 - Die AnfängeAutorin/Autor: Hans-Peter Bärtschi, Anne-Marie Dubler