Der zur Gem. Bourg-Saint-Pierre gehörende Passübergang (2469 m) zwischen dem Wallis und dem Aostatal wird zum ersten Mal bei Julius Caesar erwähnt, wenn auch nicht benannt ("De bello gallico" III, 1). Titus Livius ("Ab Urbe condita" V, 35, 2) nennt ihn Summus Poeninus nach dem Namen des auf dem Pass verehrten einheim. Gottes, der am Ende des 1. Jh. mit Jupiter Optimus Maximus gleichgesetzt wurde. Die an die letztgenannte röm. Gottheit erinnernde Bezeichnung Mont-Joux (Mons Iovis) ist seit dem MA gebräuchlich. Vom 13. Jh. an ist auch der Name Mont-Saint-Bernard belegt; er zeugt von der Verehrung, die der 1081 gestorbene und 1123 für seine zahlreichen Wundertaten heilig gesprochene Bernhard von Menthon, Erzdiakon von Aosta und der Legende nach Gründer des Hospizes vomGrossen Sankt Bernhard, genoss.
1 - Urgeschichte und AltertumAutorin/Autor: Nathalie Pichard Sardet / AHB