Historisches Lexikon der Schweiz (HLS) Dictionnaire historique de la Suisse (DHS) Dizionario storico della Svizzera (DSS)

22/03/2005
No 1

Della Casa, Lisa



geboren 2.2.1919 Burgdorf, von Stabio und Gottlieben. Tochter des Franz Robert, Augenarztes. ∞ 1) Ernst Robert Geiser, von Langenthal, 2) 1949 Dragan Debeljevič. Nach dem Gesangsstud. in Bern und Zürich (bei Margarethe Haeser) und ersten Auftritten als Schauspielerin und Konzertsängerin debütierte D. 1943 am Stadttheater Zürich, wo sie bis 1950 zum Ensemble gehörte. Die Sopranistin war ab 1947 Mitglied der Wiener Staatsoper, 1953-68 der Metropolitan Opera in New York sowie ständiger Gast der Bayer. Staatsoper München und der Salzburger Festspiele. Schwerpunkte ihres Repertoires bildeten die Sopranpartien der Opern von Wolfgang Amadeus Mozart, Richard Strauss, Georg Friedrich Händel und Richard Wagner. D. stand bis zu ihrem überraschenden Rücktritt 1974 im Mittelpunkt der internat. Opernszene. Sie galt als ideale Interpretin der Opern und Lieder von Strauss. Die zauberhafte Darstellung ihrer "Arabella" hat theatergeschichtl. Bedeutung erlangt. D. wurde mehrfach geehrt, u.a. mit dem Österr. Bundesverdienstkreuz, der Goldenen Medaille der Stadt Wien, dem Hans-Reinhart-Ring und der Golden Opera Medal.


Literatur
-SML, 89 f.
-K.J. Kutsch, L. Riemens, Grosses Sängerlexikon 1, 1987, 681 f.
-E. Forbes, «Lisa D. - The Search for Perfection», in Opera 46, 1995, 527-532
-Die Musik in Gesch. und Gegenwart 5, 22001, 755
-The New Grove Dictionary of Music and Musicians 7, 22001, 169 f., (mit Bibl.)

Autorin/Autor: Regula Puskás