Zwölfter schweizerischer Militärradfahrertag in St. Gallen, 17. Mai 1925. 35-mm-Stummfilm von Willy Leuzinger (Cinémathèque suisse, Filmsammlung Cinema Leuzinger, Signatur 31c; Konsultativkopie Memobase ID CS 05-5).

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Fahrrad

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Wanderkino

Version vom 15.01.2021

Nach der ersten öffentlichen Vorstellung von vues photographiques animées («bewegten photographischen Ansichten») mit dem Cinématographe der Gebrüder Lumière am 28. Dezember 1895 in Paris verbreitete sich das neue Medium Film schnell und weltweit. In der Schweiz fanden ab 1896 nach der Landesausstellung in Genf vielerorts in Theatern, Konzert- und Wirtshaussälen Gastspiele mit Kinematografen statt. Vor der Eröffnung von festen Ortskinos – in der Schweiz ab 1907 – war die Filmdarbietung ausschliesslich mobil; die Vorführer gastierten mit Projektor und Filmen in bestehenden Sälen oder gingen mit eigenen Schaubuden auf Tournee und besuchten, meist jahreszyklisch, Jahrmärkte und Volksfeste. Es waren vor allem erfahrene Schaustellerfamilien, welche ab 1897 die Filmprojektion als neues «Geschäft» (wie eine Attraktion in der Branche heisst) neben oder statt ihrer bisherigen Attraktionen wie mechanischen Theatern, Hippodromen oder Panoramen lancierten. Dynastisch verzweigte Unternehmen betrieben mehrere «Geschäfte» und waren international tätig. Die aus der Pfalz stammenden Philipp und Heinrich Leilich etwa führten von Zürich aus mehrere Wanderkinos, welche in der Schweiz, Deutschland, Frankreich und Luxemburg gastierten. Im Winterhalbjahr frequentierten sie wegen des milden Klimas das Tessin und Norditalien. Der aus Ostpreussen stammende und in Genf eingebürgerte Louis Praiss oder Alexander Dahlmann-Fasold aus Yverdon bespielten neben der Schweiz und Deutschland auch Österreich-Ungarn. Prachtvoll ausgestattet, mit geschnitzten und bemalten Fassaden, elektrischem Lichterschmuck, Orgeln mit mechanischem Musik- und Figurenspiel sowie mächtigen Generatoren waren die ambulanten Kinotheater die erste Grossform des Kinos und den festen Sälen an Komfort und Dimension weit überlegen, bis um 1912 die ersten Kino-Zweckbauten entstanden. Der Biographe Suisse, mit dem Georges Hipleh-Walt aus Biel die Schweiz, Italien und Deutschland bereiste, bot über 2000 Zuschauern Platz, besass eine Leinwand von etwa 80 mund ein eigenes Orchester. Für den aufwendigen Transport der Zeltkinos waren die Betreiber auf die Eisenbahn angewiesen.

  Alle im HLS publizierten Leuzinger-Filme finden sich hier.

50 Jahre Frauenstimmrecht

Auf Hommage 2021 sind 180 Kurzbiografien von Frauen nachzulesen, die sich zu verschiedenen Zeiten und aus unterschiedlichen Lebenssituationen heraus für das Stimm- und Wahlrecht für Schweizerinnen eingesetzt haben. In Anerkennung der Leistung dieser Vorreiterinnen unterstützte das HLS das Projekt mit der Übersetzung dieser Porträts. Im Verlauf des Jahres fliessen zudem rund 60 neue Biografien ins HLS ein und einige bestehende Artikel aus dem Themenkreis „Frauenstimmrecht“ werden erweitert.  

Quelle: Plakatsammlung der Schule für Gestaltung Basel, Münchenstein, Signatur 16347

  

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Übersicht

03.02.2021
Übersetzung von Frauenporträts im Projekt Hommage 2021

Auf Hommage 2021 sind 180 Kurzbiografien von Frauen nachzulesen, die sich zu verschiedenen Zeiten und aus unterschiedlichen Lebenssituationen heraus für das Stimm- und Wahlrecht für Schweizerinnen eingesetzt haben. Sie stehen stellvertretend für unzählige andere, die für die Selbstständigkeit und Chancengleichheit der Frauen gekämpft haben und denen 2021 in Bern eine Ausstellung und eine Panorama-Projektion gewidmet sind.

03.02.2021
Andreas Tscherrig hat das HLS verlassen

Ende Januar 2021 hat unser Kollege Andreas Tscherrig das HLS verlassen. Ab 2008 war er als studentischer Mitarbeiter zunächst in der Produktionsgruppe, dann auch in der Bildredaktion tätig und beteiligte sich nach 2014 an der Konzeption und Umsetzung des Bereichs Multimedia im neuen Online-Lexikon. Aufgrund seiner vielseitigen Qualitäten übernahm Andreas Tscherrig später als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Multimedia, Qualitätsmanagement und Planung laufend weitere Aufgaben und wurde 2016 Leiter der Digital Services (IT-Abteilung). Als solcher prägte er den technologischen Übergang vom gedruckten zum digitalen Lexikon und war massgeblich an der Planung, Entwicklung und Umsetzung der neuen Website und des neuen Redaktionssystems beteiligt.

03.02.2021
Roger Sidler verlässt das HLS

Ende Januar 2021 hat sich unser Kollege Roger Sidler vom HLS verabschiedet. Er trat 2003 in die deutsche Sprachredaktion ein und fungierte ab 2007 als stellvertretender Leiter der deutschen Sprachredaktion. Er redigierte unzählige Artikel, sowohl Originale als auch Übersetzungen aus den beiden lateinischen Sprachen. Roger Sidler trug damit wesentlich zur Fertigstellung der Buchausgabe des HLS im Jahr 2014 bei. Um die Weiterentwicklung der Druckausgabe zum digitalen Kompendium erwarb er sich ebenfalls bleibende Verdienste: So war er unter anderem an der Evaluation der Buchausgabe beteiligt und leitete in der Übergangsphase den Fachbereich Personen & Familien. Die neue Form der Biografien, die mehr Gewicht auf Lesefreundlichkeit und Wissenschaftlichkeit legt, ist zu einem guten Teil seine Leistung.