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Aefligen

Politische Gemeinde des Kantons Bern, Amtsbezirk Burgdorf. Dorf an der Emme mit den Gemeindeteilen Schachen, Ischlag und Neuhof. 1261 Efflingen. 1764 191 Einwohner; 1850 483; 1900 490; 1950 739; 2000 1014.

Das nahe Kloster Fraubrunnen löste im 13. Jahrhundert die wichtigsten früheren Grundherren ab (Kyburger, von Aarwangen, St. Urban); schon 1297 besass es den Haupthof. Aefligen gehörte zum Niedergericht Bätterkinden und zur Herrschaft Landshut (ab 1510/1514 bernische Vogtei) und war Teil der Kirchgemeinde Kirchberg. Getreidebau in Zelgen herrschte vor. Vom 14. Jahrhundert an gab es mit den Nachbardörfern und dem Kloster Streit um die gemeinsamen Weiden; erst 1847 erhielt Aefligen dank einer Aufteilung eigenen Wald (im Rüdtligerwald), 1856 einen Anteil am Moos. 1838 wurde die erste Emmenbrücke erbaut, 1875 die Station der Burgdorf-Solothurn-Bahn (EBT). Im 20. Jahrhundert blieb Aefligen trotz Tuchfabrik (1886-1920), Giesserei (1945) und Apparatebau (1954) landwirtschaftlich-kleingewerblich geprägt, hat sich aber zur Wohngemeinde (1990 72% Wegpendler) mit hohen Anteilen des 2. und 3. Sektors entwickelt (1990 41% bzw. 47% Arbeitsplätze).

Quellen und Literatur

  • SSRQ BE II/9
  • Chronik der Gem. Aefligen, 1987
  • Herzlich willkommen in Aefligen, 1987
Weblinks
Normdateien
GND

Zitiervorschlag

Anne-Marie Dubler: "Aefligen", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 23.06.2009. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000238/2009-06-23/, konsultiert am 29.11.2022.