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Vuisternens-en-Ogoz

Ehemalige politische Gemeinde des Kantons Freiburg, Saanebezirk, bildet seit 2016 zusammen mit Corpataux-Magnedens, Farvagny, Le Glèbe und Rossens (FR) die neue Gemeinde Gibloux. Auf dem nordöstlichen Abhang des Gibloux gelegenes Dorf mit dem Weiler Bouleyres, auch Vuisternens-devant-Pont genannt. 1142 Wisternens, deutsch früher Welschwinterlingen. 1811 358 Einwohner; 1850 537; 1900 534; 1950 587; 1960 433; 2000 709.

Neolithische Gräber wurden 1892 entdeckt. Vuisternens-en-Ogoz war Teil der Freiherrschaft Pont; 1250 überliess Josselin de Pont seine Rechte Wilhelm, dem Mitherrn von Pont. 1482 kaufte Freiburg die Freiherrschaft und errichtete eine Vogtei. 1798-1848 war Vuisternens-en-Ogoz Teil des Bezirks Farvagny. 1228 wird Vuisternens-en-Ogoz als selbstständige Pfarrei erwähnt, 1453 als Filiale von Farvagny-le-Grand. Die Kapelle St. Johann Evangelist ersetzte 1485 eine Kirche, die 1646 neu errichtet wurde. 1836 erfolgte eine Vergrösserung des Kirchenschiffs, die Orgel datiert von 1749. Vuisternens-en-Ogoz wurde 1651 wieder zu einer Pfarrei; das Patronat gehörte dem Domkapitel des St. Nikolausstifts. Die Landwirtschaft ist in Vuisternens-en-Ogoz nach wie vor von Gewicht (u.a. eine auf Weichkäse spezialisierte Molkerei). Daneben besteht ein Metallbau- und Festzeltvermietungsunternehmen (1959). Den Skiort Vuisternaz auf dem Gibloux gibt es seit 1969. Nach der Eröffnung der Autobahn A12 1981 entwickelte sich Vuisternens-en-Ogoz zu einer Wohngemeinde. Ab 2008 war die damalige Gemeinde der kantonalen Aufsicht unterstellt.

Quellen und Literatur

  • Dellion, Dict. 12, 195-237
  • Vuisternens-en-Ogoz, 1986

Zitiervorschlag

Marianne Rolle: "Vuisternens-en-Ogoz", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 01.02.2017, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000984/2017-02-01/, konsultiert am 15.07.2024.