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Wilen (TG)

Polit. Gem. TG, Bez. Münchwilen. Das Dorf liegt 3 km südlich von Wil (SG) am nordöstl. Fuss des Hummelbergs. 1803-1997 war W. eine Ortsgem. der Munizipalgem. Rickenbach und ist seit 1998 eine selbstständige polit. Gemeinde. 1302 Wiler. Ehem. Ortsgem.: 1831 223 Einw.; 1850 292; 1900 379; 1950 640; 1990 1'502. Polit. Gem.: 2000 1'760 Einw. W. unterstand dem fürstäbt.-sankt-gall. Gericht Rickenbach, das 1471-1798 vom Hof Wil verwaltet wurde. Die Katholiken von W. gehörten stets zur Pfarrkirche Wil. Die Reformierten besuchten den Gottesdienst in Sirnach und wechselten 1889 zur neu gegr. Kirchgemeinde Wil. 2003 erhielt W. einen eigenen Friedhof sowie 2004 ein ökumen. Kirchen- und Gemeindezentrum. 1833, 1897 und 1969 wurden Schulhäuser gebaut. 1807 wurde der allg. Weidgang aufgehoben. V.a. die Stickerei war als Heimindustrie zwischen 1880 und ca. 1920 verbreitet. Danach fanden viele Bewohner in den Industriebetrieben von Wil ihren Verdienst. Ab 1950 entstanden in der Gem. Ein- und Mehrfamilienhausquartiere.

Quellen und Literatur

  • Hinterthurgauer Heimatbl., 1940, Nr. 52, 260; 1941, Nr. 55, 219; 1954, Nr. 77, 305; 1959, Nr. 85, 337 f.
  • Hinweisinventar Thurgau: W., 2007
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