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Johann BaptistGaudy

18.3.1831 Rapperswil (SG), 12.11.1901 Rapperswil, kath., aus einer 1784 in Rapperswil eingebürgerten Fam. aus Savoyen. Sohn des Josef Claudius, Tuchhändlers. Anna Henriette Brändlin, Tochter des Carl August Brändlin. Gymnasium in Offenburg, Kantonsschulen in St. Gallen und Aarau, Lehre im Handelshaus Barel in Neuenburg. Ab 1850 Tuchhändler, 1865-1901 Direktor der von ihm mitbegründeten Leihbank Rapperswil und Mitinitiant der Zürichsee-Gotthardbahn-Gesellschaft. Wegen eines zu grossen finanziellen Engagements für den Bau des Seedammes Rapperswil-Hurden ging die Bank 1901 fast Bankrott. In seiner polit. Karriere bekleidete G. folgende Ämter: 1861-65 Stadtammann von Rapperswil, 1855-66 und 1882-1900 St. Galler Grossrat, 1882-1900 Präs. des Ortsverwaltungsrates Rapperswil, 1866-81 Nationalrat (zur demokrat. Linken gehörend). G. förderte den Anschluss der Ostschweiz an die Gotthardlinie. Er war eine autokrat. Natur, die während Jahrzehnten das polit. Leben von Rapperswil massgeblich bestimmte. Oberst der Artillerie.

Quellen und Literatur

  • Gruner, Bundesversammlung 1, 553 f.
  • Linth Ztg., 12.11.2001
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