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HeinrichKrauer

7.1.1755 Neuenkirch, 25.1.1827 Rothenburg, kath., von Neuenkirch. Sohn des Georg, vermutlich Kleinbauern, und der Elisabeth Sager. 1) 1791 Catharina Schmidlin, 2) 1807 Franziska Dürler. Nach dem Besuch des Jesuitengymnasiums studierte K. zunächst fünf Jahre an der philosoph. und theolog. Fakultät in Luzern und absolvierte dann ein Medizinstud. in Pavia und Heidelberg, das er nach Studienreisen nach Frankreich, Italien und England mit dem Doktorat abschloss. Er wurde in der Folge als Philosophieprofessor für das Lyzeum in Luzern in Erwägung gezogen, seine Wahl scheiterte jedoch an seinem weltl. Stand. Ab 1790 war er als Arzt in Bad Knutwil, Kriens und Rothenburg tätig. K. trat 1798 als Volksrepräsentant zum ersten Mal politisch in Erscheinung und nahm in der Folge als Deputierter an den Friedensverhandlungen mit Frankreich teil. 1798-1800 war er Mitglied des Helvet. Senats, Ende 1802 Konsultadelegierter. 1803-14 nahm K. im Luzerner Gross- und im Kleinrat Einsitz. 1805-14 amtierte er alternierend als Schultheiss - er war der erste Politiker aus der Landschaft, der dieses Amt bekleidete - bzw. als Präs. des Appellationsgerichtes und des Erziehungsrates. Zudem gehörte er während der gesamten Mediation der Diplomat. Kammer und 1803-05 der Militärkammer an. 1820-27 fungierte K. erneut als Grossrat und wurde als Gesandter oder Gesandtschaftsrat an versch. Tagsatzungen delegiert. 1819-27 war er Mitglied der Sanitätskommission und des Sanitätskollegiums sowie Bezirksarzt des Gerichtskreises Rothenburg. K. avancierte während der Mediation zu einem der führenden Vertreter der Landschaft in den Luzerner Behörden.

Quellen und Literatur

  • R. Abplanalp, "zu einem ratsherrn gar nit erzogen", Liz. Zürich, 1990
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Lebensdaten ∗︎ 7.1.1755 ✝︎ 25.1.1827