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HansRuckstuhl

5.9.1868 St. Gallen, 2.1.1948 Herisau, ref., von Neukirch an der Thur, ab 1919 von Herisau. Sohn des Matthias, Drechslermeisters, und der Anna geb. Steiger. 1891 Frieda Zuberbühler, Weissnäherin, Tochter des Johann Jakob, Schreinermeisters. Lehre als Schriftsetzer. 1897-1912 Kreiskommandant und Sekr. der kant. Militärdirektion. 1907-19 freisinniger Gemeinderat in Herisau (ab 1912 Gemeindehauptmann), 1909-19 Ausserrhoder Kantonsrat (1916-19 Präs.), 1919-21 Regierungsrat (Finanz- und Steuerdirektion) und Landammann. 1921 wegen seines Einsatzes für eine umfassende Steuerreform abgewählt. 1911-48 Verwaltungsrat der Bodensee-Toggenburg-Bahn (ab 1914 Direktionsmitglied), 1916-41 Verwaltungsratspräs. der AG Textil Herisau, die er sanierte, 1917-47 Verwaltungsratspräs. der Appenzellerbahn, Mitgründer und ab 1919 Verwaltungsratsdelegierter der Banque Suisse et Roumanie in Bukarest. Mitglied der Studienkommission Ostalpenbahn und des Nordostschweiz. Verbands für Schiffahrt Rhein-Bodensee. R. verfasste Kommentare und Leitartikel für 13 Zeitungen und engagierte sich in versch. Funktionen auf kant. und eidg. Ebene für das Schützenwesen sowie im Rahmen der gemeinnützigen Gesellschaft. Er trug Initiativen im Spitalbereich mit und setzte sich für die Schaffung einer AHV ein. Ab 1914 war er Mitglied der Freimaurerloge Concordia St. Gallen. Als Oberst führte er während des Landesstreiks 1918 das Ordnungskommando in Winterthur und im Zürcher Oberland.

Quellen und Literatur

  • A. Bollinger, «Oberst Hans R. (1868-1948)», in AJb 1947, 1948, 3-14
  • H.R. Merz, Der Landammann und weitere Erzählungen aus dem Appenzellerland, 1992
  • AppGesch. 2, 594-596
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