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St. Niklausen

Weiler in der polit. Gem. Kerns OW. S. liegt über der Melchaaschlucht und umfasst einige markante Bauernhäuser auf einer Terrasse, auf die sich die ehem. Bezeichnung Sankt Niklaus uff Benken bezieht. Die 1357 erstmals erw. Kapelle des hl. Nikolaus von Myra wurde um 1350 vorerst nur als Chorraum mit im Freien stehenden Bänken gebaut, dann vor Ende des 14. Jh. mit einem Kirchenschiff ergänzt. Die mit einem got. Freskenzyklus ausgestatteten Chorwände wurden mehrmals übertüncht und 1945-46 bleibend freigelegt. Bei der Renovation von 1703-04 erhielt die Kapelle ein Holzgewölbe mit Barockmalerei. Der frei stehende massive Turm im savoy. Stil mit einem Pyramidendach stammt aus der Bauzeit um 1350. Die Kapelle ist eine Filiale von Kerns und erhielt 1523 eine eigene, heute nicht mehr besetzte Kaplaneipfrund. Seit 1972 führen die Dominikanerinnen von Bethanien in S. ein religiöses Bildungs- und Gästehaus.

Quellen und Literatur

  • R. Durrer, «Die Kapelle S. bei Kerns und ihre ma. Wandgemälde», in Gfr. 52, 1897, 307-356
  • E. Müller, Die Kapelle S. bei Kerns, 1996

Zitiervorschlag

von Flüe, Niklaus: "St. Niklausen", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 12.01.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007491/2012-01-12/, konsultiert am 29.11.2020.