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Kunkelspass

Übergang (1357 m) zwischen Vättis (Gem. Pfäfers) im Taminatal und Tamins im Churer Rheintal. Der K. ist vielleicht schon zur Römerzeit überquert worden. Später besass er für das Kloster Pfäfers und die Gf. von Werdenberg-Sargans, die zahlreiche Besitzungen in Bünden hatten, Bedeutung. Er wurde zur Umgehung der Zölle an der Tardisbrücke, in Chur und Reichenau begangen. Bei Hochwasser und eingestürzten Brücken im Rheintal diente er als Ausweichroute. Sust und Kaufhaus in Ragaz durften ab 1515 ein Hausgeld für Waren über den K. erheben. 1628 wurde in Tamins ein Zoller für den K. eingesetzt, dies v.a. wegen des Viehtriebs auf die Märkte im Süden. Die Ausbaupläne des Pfäferser Abtes im 17. Jh. wurden nicht realisiert. Der K. wurde von den Taminsern als Zugang zu Maiensässen und Alpen auf der anderen Seite der Wasserscheide benutzt. Das heutige Fahrsträsschen stammt aus dem 1. Weltkrieg.

Quellen und Literatur

  • F. Maissen, «Vom K. im 17. Jh.», in BM, 1962, 127-143
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Verkehr / Pass