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BernhardWicki

28.10.1919 St. Pölten (Niederösterreich), 5.1.2000 München, von Romoos. Sohn des Bernhard, Ingenieurs, und der Melanie Helene geb. Kleinhapl. 1) 1945 Agnes Fink, Schauspielerin, 2) 1995 Elisabeth Endriss, Schauspielerin. 1938 Abitur, Staatl. Schauspielschule Berlin. Ende 1938 Verhaftung als Mitglied der Bündischen Jugend, Konzentrationslager Sachsenhausen. 1939-40 Max-Reinhardt-Seminar in Wien. 1940-54 Schauspieler und z.T. Regisseur in Deutschland. 1945-50 war W. am Stadttheater Basel und am Schauspielhaus Zürich tätig, wo er in Inszenierungen von Oskar Wälterlin und Leonard Steckel tragende Rollen übernahm. Als Filmdarsteller gelang ihm 1954 der Durchbruch in Helmut Käutners "Die letzte Brücke". W. war in über 70 Filmen zu sehen und arbeitete u.a. mit Michelangelo Antonioni, Peter Handke und Wim Wenders zusammen. 1958 gab er sein Debüt als Filmregisseur, 1959 erlangte er einen internat. Erfolg mit "Die Brücke". Er führte Regie in den Filmen "Der längste Tag" (zusammen mit Ken Annakin und Andrew Marton, 1962), "Der Besuch" (1964), "Morituri" (1965), "Das falsche Gewicht" (1971) und "Das Spinnennetz" (1989). Als Filmregisseur griff W. gerne auf literar. Vorlagen zurück und thematisierte die dt. Geschichte. Über 50 internat. Film- und Fernsehpreise, 1982 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Quellen und Literatur

  • R. Blank, Jenseits der Brücke, 1999
  • TLS, 2090 f.
  • E. Wicki-Endriss, Bernhard W., 2010
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Lebensdaten ∗︎ 28.10.1919 ✝︎ 5.1.2000