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RaymundNetzhammer

19.1.1862 Erzingen (Klettgau), 18.9.1945 Insel Werd (Gem. Eschenz), kath., ab 1880 von Einsiedeln. Sohn des Josef, Landwirts, und der Brigitta geb. Stoll. Gymnasialstudien in Einsiedeln, 1880 Eintritt in den Benediktinerorden, 1881 Profess, 1886 Priesterweihe. 1889 Lehrer der Mathematik, später auch der Chemie und Physik an der Stiftsschule Einsiedeln und 1899-1902 am kath. Priesterseminar in Bukarest, nach Aufenthalt in Einsiedeln 1904 Rektor des päpstl. Collegium Graecum in Rom, 1905 lat. Erzbischof von Bukarest. N. leitete unter schwierigen multiethn. Verhältnissen eine Reorganisation der überschuldeten Diözese ein und bemühte sich um ein gutes Verhältnis zum Königshaus, zu Regierungsstellen und zur orthodoxen Kirche. Er geriet indes im 1. Weltkrieg zwischen die Fronten der den Mittelmächten gewogenen Kreise und der ententefreundl. nationalen Bewegung. 1924 dankte er ab, übersiedelte im März 1927 auf die dem Stift Einsiedeln gehörende Insel Werd und widmete sich archäolog. und numismat. Forschungen.

Quellen und Literatur

  • Lehrbuch der ebenen und sphär. Trigonometrie, 1889
  • Theophrastus Paracelsus, 1901
  • Barbara Brütsch, 2004
  • Bf. in Rumänien, 2 Bde., hg. von N. Netzhammer, K. Zach, 1995-96
  • NDB 19, 90-92
  • N. Netzhammer, In verbo tuo, 2003
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Lebensdaten ∗︎ 19.1.1862 ✝︎ 18.9.1945