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DavidWyss

8.7.1632 Bern, 26.9.1700 Bern, reformiert, von Bern. Sohn des Kaspar, Sattlers, und der Magdalena Engimann. 1662 Esther Tribolet, Tochter des Anton, Mitherrn von Lausanne und Landvogt von Payerne. Studium der Theologie in Bern und Studienreise durch Holland. In Bern besetzte David Wyss die Professuren für Philosophie (1662), Hebräisch (1669), Theologie (1676) und nach der Teilung des theologischen Lehrstuhls ab 1698 diejenige für didaktische Theologie. Er stand 1662-1669 der Lateinschule sowie 1669-1676 dem Alumnat der Hohen Schule vor und war Mitglied der Refugiantenkammer und der Religionskommission im sogenannten Pietistenprozess 1698-1699. Wyss führte an der Hohen Schule die (alsbald verbotene) cartesianische Philosophie ein, war Mitverfasser der beiden Thesenreihen gegen den Pietismus von 1696 und 1699 und veröffentlichte einen zwölfbändigen Kommentar zu Johannes Wollebs "Compendium theologiae christianae".

Quellen und Literatur

  • R. Dellsperger, Die Anfänge des Pietismus in Bern, 1984
  • H. Stucker, Die Berner Hohe Schule zwischen Orthodoxie und Aufklärung, 1690-1750, 1984
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Kurzinformationen
Familiäre Zugehörigkeit
Lebensdaten ∗︎ 8.7.1632 ✝︎ 26.9.1700

Zitiervorschlag

Rudolf Dellsperger: "Wyss, David", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 28.11.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/010926/2013-11-28/, konsultiert am 05.02.2023.