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StephanHermlin

13.4.1915 (Rudolf Leder) Chemnitz, 6.4.1997 Berlin, isr., Deutscher. Sohn des David Leder, Bankiers. 1935 Juliett Brandler. 1931 schloss sich H. der kommunist. Jugend an. 1936 legale Emigration nach Palästina, danach Aufenthalte in Österreich, Italien, Nahost, Frankreich und England. In der franz. Résistance begegnete er Paul Eluard, dessen Gedichte er übersetzte. 1944 entkam er durch die Flucht in die Schweiz knapp der Deportation nach Deutschland. Er lebte in Schweizer Internierungslagern und war Mitarbeiter der Interniertenzeitschrift "Über die Grenzen". In Zürich veröffentlichte er 1945 erstmals unter seinem Schriftstellernamen "Zwölf Balladen von den grossen Städten" sowie als Mitautor "Wir verstummen nicht. Gedichte in der Fremde". 1946 erschien seine Erzählung über Widerstand und Emigration "Der Leutnant von Yorck von Wartenburg". Ab 1947 war er freier Schriftsteller in Berlin (Ost) und Mitarbeiter bei Rundfunk- und Zeitschriftenredaktionen ("Ulenspiegel", "Aufbau", "Sinn und Form"). Er widmete sich Themen der antifaschist. Widerstandsbewegung und des sozialist. Aufbaus in der DDR. Mitglied der Akad. der Künste.

Quellen und Literatur

  • Abendlicht, 1979
  • S. Hermlin, Bibl., bearb. von M. Rost, R. Geist, 1985
  • K. Corino, Aussen Marmor, innen Gips, 1996
  • A. Lamblin, Stephan H. et la France, 2002
  • F. Bravi, L'identità di uno scrittore: Stephan H. nella corrente di Geist e Tat, 2003
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Lebensdaten ∗︎ 13.4.1915 ✝︎ 6.4.1997