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Blockbuch

Eine Episode aus der Meinradslegende, um 1450 (Stiftsbibliothek Einsiedeln, Inc. 495[831]) © Fotografie Museum für Kommunikation, Bern.
Eine Episode aus der Meinradslegende, um 1450 (Stiftsbibliothek Einsiedeln, Inc. 495[831]) © Fotografie Museum für Kommunikation, Bern. […]

Als Blockbücher bezeichnet man Bücher, die ca. 1440-1530 im xylograf. Verfahren (Holzschnitt-Technik) hergestellt wurden. Dabei wurden auf einem geglätteten Holzblock Zeichnung und/oder Text spiegelbildlich herausgearbeitet. Die zum Druck (Buchdruck) bestimmten Teile wurden dann eingefärbt und durch Anreiben der Papierrückseite, mit einem Lederballen einseitig oder mit einer einfachen Druckpresse beidseitig, auf das Papier übertragen. Bei der chiroxylograf. Methode wurde der Text nach erfolgtem Bild-Übertrag handschriftl. beigefügt. Blockbücher bestehen meist aus beschrifteten Bilderfolgen religiösen oder profanen Inhalts (z.B. Biblia pauperum, Apokalypse, Antichristus, Ars moriendi, Buchkalender, St.-Meinrad-Legende, Donat, Planetenbuch, Totentanz). Die über 100 bekannten Blockbücher sind meist nur in einem oder sehr wenigen vollständigen Exemplaren erhalten. In schweiz. Bibliotheken befinden sich 19 Blockbücher. Die Zahl der in der Schweiz hergestellten Blockbücher lässt sich kaum eruieren. Die neueste Forschung spricht von 14 oberdt. Blockbüchern, ohne sich auf ihre allfällige schweiz. Provenienz festzulegen.

Quellen und Literatur

  • W.L. Schreiber, Basels Bedeutung für die Gesch. der Blockbücher, 1909
  • Blockbücher des MA, 1991, (mit B.-Zensus und Bibl.)