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Obstbau

Der Obstbau ist eine landwirtschaftliche Sonderkultur, die in der Schweiz seit römischer Zeit betrieben wird. Bis zur Industrialisierung diente er in erster Linie der Selbstversorgung, in der Nähe städtischer Siedlungen wurde jedoch schon im Mittelalter Obst für den Markt produziert. Das wegen seines hohen Wassergehalts leicht verderbliche Kern-, Stein- und Beerenobst spielte als herrschaftliche Abgabe eine untergeordnete Rolle, weshalb es in den Quellen wenig Spuren hinterliess. In prähistorischer Zeit war Wildobst ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Ernährung. Zahlreiche Funde in den Ufersiedlungen belegen, dass auch in unserer Gegend schon im 5. Jahrtausend v.Chr. wilde Früchte gesammelt und gedörrt wurden (Sammelwirtschaft). Die Kultivierung der Fruchtbäume erfolgte im Nahen Osten im 4. Jahrtausend v.Chr.

Von der Römerzeit bis 1800

Friedhof und Obstgarten. Ausschnitt aus dem St. Galler Klosterplan, der um 820 im Kloster Reichenau entstanden ist (Stiftsbibliothek St. Gallen, Cod. Sang. 1092; e-codices).
Friedhof und Obstgarten. Ausschnitt aus dem St. Galler Klosterplan, der um 820 im Kloster Reichenau entstanden ist (Stiftsbibliothek St. Gallen, Cod. Sang. 1092; e-codices).

Im Gebiet der Schweiz wurde der Obstbau erst in römischer Zeit eingeführt. Obstkulturen entstanden hauptsächlich bei den römischen Landgütern. In dieser Zeit waren verschiedene Obstsorten und Methoden der Bodenpflege, der Schädlingsbekämpfung und der Veredlung von Obstbäumen sowie der Obstweinbereitung bekannt. Plinius der Ältere hob im 1. Jahrhundert n.Chr. insbesondere die Verbreitung von Edelkirschen nördlich der Alpen hervor. Mit dem Zerfall des weströmischen Reichs versiegt die schriftliche Überlieferung zum Obstbau. Archäologische Funde belegen aber, dass der römische Obst- und Gartenbau von den alemannischen Bauern zumindest teilweise weitergeführt wurde. Kirsche, Pflaume, Kornellkirsche und Feige sind nachgewiesen worden. Im Tessin dürfte in der Übergangszeit zwischen Antike und Mittelalter die Kastanie eingeführt worden sein, die später zu einem unentbehrlichen Nahrungsmittel für die Bevölkerung der Südschweiz wurde.

Im Frühmittelalter betrieben und förderten die Klöster den Obstbau. Der Benediktinerorden verbreitete dank seines grossräumigen Beziehungsnetzes Wissen über die Baumpflege und Obstsorten. Erste schriftliche Hinweise auf den Obstbau in der mittelalterlichen Schweiz sind in der Abtei St. Gallen zu finden. Der um 820 entstandene Klosterplan enthält einen Gemüse-, einen Arzneipflanzen- und einen Obstgarten. Letzterer sollte auch als Begräbnisgarten dienen. Die Äbtissin Hildegard von Bingen beschrieb in ihren Aufzeichnungen um 1160 eine grosse Anzahl verschiedener Obstarten und Obstsorten. Auch der weltliche Adel erwies sich als Förderer des Obstbaus. In der Landgüterverordnung von Karl dem Grossen (812) wurde der Anbau von Obstarten auf den königlichen Gütern angeordnet. Aus dieser Zeit stammen auch die ersten Gesetze zum Schutz der Obstbäume und Obstgärten. Im Landfrieden von 1187 wurde festgelegt, dass die Beschädigung fremder Obstgärten mit dem Verlust der rechten Hand und der Ächtung zu bestrafen sei.

Die Ausbreitung der Dreizelgenwirtschaft im Hochmittelalter förderte die Konzentration des Baumbestands in der Nähe der Hofstätten. Besonders für das Kernobst wurden Baumgärten angelegt, auf deren unbebauter Fläche man Gras wachsen liess. Als Frischobst verzehrte man im Mittelalter nur den Apfel, der auch als Bratapfel konsumiert oder zu Most und Essig verarbeitet wurde. Kirschen und Pflaumen empfahl man als Dörrobst, Birnen als Dörr- und Kochobst. Gedörrtes Obst diente als Brotersatz, Wegzehrung und Vorrat für die kritische Versorgungszeit im Frühjahr (Vorratshaltung). Baumnüsse nutzte man zur Herstellung von Speise- und Lampenöl. Einen Einblick in den Obstkonsum der städtischen Bevölkerung gewähren Rechnungsbücher der Spitäler. Das Spital Basel kaufte im Spätmittelalter auf dem Markt Kirschen, Äpfel, Birnen, Quitten und Deutsche Mispeln.

Birnenernte 1571. Kolorierte Federzeichnung aus der 24-bändigen handschriftlichen Chronik des Chorherrn Johann Jakob Wick (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 19, Fol. 295v).
Birnenernte 1571. Kolorierte Federzeichnung aus der 24-bändigen handschriftlichen Chronik des Chorherrn Johann Jakob Wick (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 19, Fol. 295v).

Im 16. Jahrhundert verlieh die Erneuerung der Botanik dem Obstbau wichtige Impulse. In Basel wurde 1589 der erste botanische Garten der Universität gegründet. Im Garten des Luzerner Stadtschreibers und Apothekers Renward Cysat wuchsen Fruchtbäume aus Frankreich und dem Piemont. Cysat unterhielt auch Kontakte zu Obst züchtenden Bauern der Landschaft. In dieser Zeit begannen die Patrizier ihre Landsitze mit ansehnlichen Gärten auszustatten, wobei – im Unterschied zu den ausländischen Vorbildern – Zier- und Nutzgarten noch vereint blieben. Im 17. Jahrhundert wurde Frankreich führend im Obstbau. Heimkehrende Söldner brachten neue Sorten und Pflegekenntnisse in die Schweiz. Der Obstbau nahm auch bei uns stark an Bedeutung zu. Der Berner Daniel Ragor verfasste 1639 das Werk "Pflantz-Gart", das erste deutschsprachige Buch zu diesem Thema. Darin gab er Anleitungen zum Pflanzen, Düngen und Pfropfen der Obstbäume, erwähnte Schädlinge sowie deren Bekämpfung und führte die deutschen Obstsortennamen ein. Erst jetzt setzten sich die Kultursorten auch im bäuerlichen Anbau durch. Im 18. Jahrhundert förderte die Naturforschende Gesellschaft Zürich den Obstbau, indem sie praktische Empfehlungen veröffentlichte. Dank guter Absatzmöglichkeiten wurde frisches und gedörrtes Obst innerhalb des Landes gehandelt und sogar ins Ausland exportiert.

In der Ostschweiz wurden im 17. und 18. Jahrhundert viele Äcker, Gräben und Strassenränder mit Obstbäumen bepflanzt (Agrarzonen). Im bernischen Mittelland, in der West- und Zentralschweiz dagegen entstanden geschlossene Pflanzungen. Nicht nur die Bauernhöfe, sondern auch die Kleinstellen der dörflichen Unterschicht waren mit einem eigenen Baumgarten ausgestattet. In den Höhenlagen und in den meisten Weinbaugebieten blieb der Obstbau auf die Hausgärten beschränkt. In den Gemeinden gab es Bestimmungen zur Förderung des Obstbaus. In Zollikon beispielsweise war es Pflicht jedes Brautpaars, einen Baum zu pflanzen. An milden und fruchtbaren Lagen wurden eigentliche Obstgärten angelegt. Als weiteres Landschaftselement entstanden im 18. Jahrhundert arten- und sortenreiche Patriziergärten.

19. und 20. Jahrhundert

Die Industrialisierung bewirkte im 19. Jahrhundert einen Rückgang der Obstkulturen in der Umgebung der industriellen Zentren. In den ländlichen Gebieten dagegen nahm die Obstproduktion zu, um den Bedarf der städtischen Bevölkerung zu decken. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Schweiz, bezogen auf die Bevölkerungszahl, das obstbaumreichste Land Europas. Grosse Mengen an Obst konnten exportiert werden. Die Ausdehnung des Obstbaus erfolgte nicht nur aufgrund der guten Absatzmöglichkeiten, sondern auch wegen des Rückgangs des von neuen Schädlingen und Krankheiten geplagten Rebbaus und der durch Importe konkurrenzierten Getreideproduktion. Der auf Kosten des Ackerlands expandierende Futterbau liess sich optimal mit dem Obstbau kombinieren. Dank der Eisenbahn wurde der Marktobstbau seit der Jahrhundertmitte immer unabhängiger vom Standort der Verbrauchsgebiete und konzentrierte sich auf die für den Anbau geeigneten Lagen.

Die späte Weinbirne. Tafel aus dem Buch Schweizerische Obstsorten (Bd. 1), das 1863 vom Schweizerischen Landwirtschaftlichen Verein in St. Gallen herausgegeben wurde (Fotografie Bibliothèque de Genève, Archives A. & G. Zimmermann).
Die späte Weinbirne. Tafel aus dem Buch Schweizerische Obstsorten (Bd. 1), das 1863 vom Schweizerischen Landwirtschaftlichen Verein in St. Gallen herausgegeben wurde (Fotografie Bibliothèque de Genève, Archives A. & G. Zimmermann).

Mit dem Übergang vom Selbstversorger- zum Marktobstbau begann man in den Kantonen Obstbaukurse für Landschullehrer und Baumwärterkurse anzubieten. 1844 fand die erste Früchte- und Blumenausstellung statt, organisiert durch die Zürcher Landwirtschaftliche Gesellschaft. Verschiedene Obst- und Sortenausstellungen folgten in den nächsten Jahren. Man war bestrebt, das grosse Sortenangebot zu reduzieren und nur gute Sorten zu empfehlen. Ein Sortenreichtum war für den Selbstversorger von Vorteil, da das nicht gleichzeitige Reifen der verschiedenen Sorten einen Risikoausgleich darstellte. Der Handel wünschte aber einheitliches Handelsgut. Die Kommission für Obstbaumzucht des Kantons Bern gab 1865 ein Stammregister der besten Kernobstsorten heraus. Der Schweizerische Obst- und Weinbauverein beeinflusste das Sortiment durch die Abgabe von Pfropfreisern empfehlenswerter Sorten.

Dank des aufkommenden Wohlstands in den Industrieorten nahm der Konsum von Kartoffeln und Getreideprodukten auf Kosten von Dörrobst zu. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts waren in der Nordostschweiz die Birnbaumbestände grösser als die Apfelbaumbestände. Mit dem Marktobstbau nahm die Zahl der Apfelbäume auf Kosten der Birnbäume zu, weil die städtische Bevölkerung Apfelsaft bevorzugte und Birnen weniger haltbar waren. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erhöhten Konservenindustrie und Mostereien die Nachfrage nach Obst. Um 1900 nahmen die Kernobstbestände nochmals zu, während das Steinobst infolge der Schrotschusskrankheit einen Rückschlag erlebte. Lediglich im Wallis gewann der Aprikosenanbau, der nach der Korrektion der Rhone in der Talebene betrieben werden konnte, grosse Bedeutung. Bis nach dem Ersten Weltkrieg bestanden für den schweizerischen Obstbau allgemein gute Exportmöglichkeiten.

Feldobstbau und obstbauliche Intensivkulturen 1929-2001
Feldobstbau und obstbauliche Intensivkulturen 1929-2001 […]

Dank privaten und staatlichen Massnahmen wurde der Obstbau gezielt gefördert, die Obstbauern erhielten eine Beratung und der Handel wurde koordiniert. Regelmässige Leistungen von Bund und Kantonen zugunsten des Obstbaus waren aber erst nach der Annahme des Bundesbeschlusses (1884) und des Bundesgesetzes (1893) über die Förderung der Landwirtschaft möglich. Ende des 19. Jahrhunderts wurden die landwirtschaftlichen Forschungsanstalten Wädenswil und Changins gegründet. 1911 entstanden der Schweizerische Obstverband (aus dem Schweizerischen Obst- und Weinbauverein) und Ende der 1920er Jahre die ersten kantonalen Zentralstellen für Obstbau. Der Zusammenbruch des Markts nach einer Rekordernte 1922 und der drastische Rückgang der Obstexporte aufgrund der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren führten zur Förderung des Qualitätsobstbaus und zum neuen Alkoholgesetz von 1932, das – anstelle der Produktion von Branntwein – eine sinnvolle Verwertung der Ernteüberschüsse zum Ziel hatte. Die umfassende Umstellung des Obstbaus wurde von der 1934 gegründeten Schweizerischen Zentrale für Obstbau gefördert, die Ausbildung von Obstfachleuten sowie die Beratung und Aufklärung der Produzenten intensiviert.

Analog zur technischen Obstverwertung verbesserte sich auch die Obstbautechnik. Zur Qualitätssteigerung der Sortimente unterstützte die Alkoholverwaltung Umpfropfaktionen und Überschuss mindernde Fällaktionen. So entstanden vermehrt geschlossene, gut gepflegte Obstanlagen und somit ein leistungsfähiger Marktobstbau. Während des Zweiten Weltkriegs gab es keine Absatzprobleme. Apfelsaft und Obstsaftkonzentrate waren willkommener Zuckerersatz. Erste Kühlhäuser wurden gebaut. Unmittelbar nach dem Krieg konnten grosse Mengen an Tafel- und Wirtschaftsobst exportiert werden. In den Nachbarländern entstanden moderne Niederstammanlagen, die für den schweizerischen Obstbau eine grosse Konkurrenz bedeuteten. Höhere Produktionskosten in der Schweiz und die europäische Integration führten zu weiteren Erschwernissen des Obstexports. Ab 1951 trat, basierend auf dem Landwirtschaftsgesetz, das Dreiphasensystem in Kraft, welches das inländische Obst durch Importbeschränkung bzw. Importsperre schützte, wenn dieses auf den Markt gelangte. 1995 wurden Einfuhrkontingente und Importverbote als Folge des WTO-Abkommens über Landwirtschaft durch Schutzzölle ersetzt (sogenanntes Zweiphasensystem, in welchem auf eine meist lange Periode des Importschutzes eine kurze Periode der freien Einfuhr folgt). Trotz Schutzmassnahmen blieben aber Verwertungsprobleme bestehen. Arbeitstechnische und wirtschaftliche Gründe erforderten eine rationellere Tafelobstproduktion in geschlossenen Niederstammanlagen mit höheren Hektarerträgen. Im Genferseegebiet und im Wallis wurden diese rasch eingeführt, in den übrigen Gebieten der Schweiz anfänglich zögernd. Die Gesamtfläche der modernen Obstkulturen betrug 2008 6542 ha. Die bedeutendsten Obstbaugebiete waren die Westschweiz (48%), die Ostschweiz (28,9%) und die Nordwestschweiz (8,2%), gefolgt von der Zentralschweiz (5,5%) und vom Mittelland (5,3%). Da der Feldobstbau alter Prägung oft Obst von geringerer Qualität hervorbrachte und eine massive Überproduktion beim Mostobst verursachte, organisierte die Alkoholverwaltung Fällaktionen. Zudem standen Streuobstbäume der Intensivierung des Acker- und Futterbaus im Wege. Mit der Rationalisierung der Pflegemassnahmen begann der Übergang zu industriemässiger Produktion und Spezialisierung. Die Obstproduktion blieb jedoch bis heute vorwiegend bei den landwirtschaftlichen Familienbetrieben. Verschiedene Anbausysteme wurden ausprobiert, die Pflanzabstände verkleinert, die Baumzahl pro Fläche erhöht, auf Grasnutzung verzichtet und die Bodenpflege auf den Obstbau abgestimmt. Mit der Integrierten Produktion erfolgte eine starke Erneuerung bei den Pflegemassnahmen. Eine naturnahe und nützlingsschonende Produktion gewann an Bedeutung. Dieser Trend wird heute noch fortgesetzt, um einer zunehmend gesundheits- und umweltbewussten Bevölkerung gerecht zu werden. Auch Bioprodukte werden immer beliebter.

Mit der Einführung des Intensivobstbaus und den Fällaktionen der Feldobstbäume erfolgte eine Veränderung des Landschaftsbilds. Ende der 1980er Jahre waren mehrheitlich überalterte Bestände an Hochstammobstbäumen vorhanden, von denen aufgrund ihres Gesundheitszustands nur etwa die Hälfte eine längerfristige Zukunft hatte. Als wichtiger Teil unserer Kulturlandschaft und als Lebensraum für viele Vogel- und andere Tierarten begann man aber in den 1980er Jahren den Hochstammobstbau wieder zu fördern. Kantons- und Bundesbeiträge sollen einen Anreiz zum Neupflanzen und Pflegen der Hochstämme geben, um den Feldobstbau längerfristig zu erhalten.

Quellen und Literatur

  • W. Hunziker, Der Obstbau in der Nordostschweiz, 1936
  • W. Schwarzenbach, «Aus der Gesch. unseres Obstbaus», in Schweiz. Zs.f. Obst- und Weinbau 84, 1948, 377-382
  • W. Koblet, «Unser Obstbau im Laufe der Zeit», in Schweiz. Zs.f. Obst- und Weinbau 97, 1961, 15-20
  • 75 Jahre Selbsthilfe in der Schweiz. Obstwirtschaft, 1986
  • S. Martini, Gesch. der Pomologie in Europa, 1988
  • Jardins et vergers en Europe occidentale (VIIIe-XVIIIe siècles), 1989
  • A. Hauser, «Obstbau in der Gründerzeit der Eidgenossenschaft», in Schweiz. Zs.f. Obst- und Weinbau 127, 1991, 427 f.
  • G. Simpson, Petite histoire de l'abricot, 1998
  • M. Irniger, «Garten, Gartenbau und bäuerl. Familienwirtschaft in der Nordschweiz (14. bis 16. Jh.)», in Wirtschaft und Herrschaft, hg. von T. Meier, R. Sablonier, 1999, 17-42
  • D. Zohary, M. Hopf, Domestication of Plants in the Old World, 32000
Weblinks

Zitiervorschlag

Schumacher, Robert: "Obstbau", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 04.05.2010. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/013938/2010-05-04/, konsultiert am 21.09.2021.