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Jean-LouisPrevost

1.9.1790 Genf, 14.3.1850 Genf, ref., von Genf. Sohn des Jean-René, Händlers, und der Jeanne-Emilie Moultou. Enkel des Paul Moultou. Ledig. 1814-16 Medizinstud in Paris, danach in Edinburgh, wo er 1818 doktorierte. P. absolvierte in einem Spital in Dublin ein zweijähriges Praktikum, bevor er 1820 nach Genf zurückkehrte. Dort war er ein erfolgreicher Arzt und widmete sich daneben weiter seinen biolog. Forschungen. In grundlegenden, entwicklungstheoret. Beiträgen definierte P. die Rolle der Spermien bei der Befruchtung der Eizelle und erhielt dafür mit dem Chemiker Jean-Baptiste Dumas 1824 den Monthyon-Preis für experimentelle Physiologie. Er beschäftigte sich zudem mit der Möglichkeit von Bluttransfusionen, der experimentellen Embryologie sowie der Physiologie der Nieren, des Verdauungstrakts und der Muskeln. Er veröffentlichte zahlreiche Aufsätze in den "Mémoires de la Société de physique et d'histoire naturelle de Genève" und den "Annales des sciences naturelles", insbesondere 1824 mit Dumas "Sur la génération" und 1844 mit Hermann Lebert "Mémoire sur la formation des organes de la circulation et du sang dans l'embryon du poulet". 1820 gründete P. mit Louis-André Gosse und Jean-Pierre Dupin in Genf eine medizin. Fürsorgestelle. 1825-32 Mitglied der Société médicale von Genf (1826 Präs.), 1825-35 Mitglied des Genfer Repräsentierenden Rats.

Quellen und Literatur

  • H. Buess, «The contribution of Geneva physicians to the physiology of development in the 19th century», in Bull. of the History of Medicine 21, 1947, 871-897
  • V. Brunner, Der Genfer Arzt Jean-Louis P. (1790-1850) und sein Beitr. zur Entwicklungsgesch. und Physiologie, 1966
  • Livre du Recteur 5, 239
  • DSB 9, 132f.
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