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Lucius PertinaxSeptimius Severus

11.4.146 (Lucius Septimius Severus) Leptis Magna (heute Libyen), 4.2.211 Eburacum (York, Grossbritannien). Mit seiner zweiten Ehefrau, Iulia Domna, hatte er zwei Söhne, Caracalla und Geta. Ab 191 war S. Statthalter von Oberpannonien; nach der Ermordung des Pertinax riefen ihn seine Truppen am 9.4.193 zum Kaiser aus. 193-197 entledigte er sich der anderen Thronanwärter. Der letzte, Clodius Albinus, wurde am 19.2.197 in einer blutigen Schlacht bei Lyon besiegt. Schatzfunde deuten darauf hin, dass die Auswirkungen dieses Kriegs auch im Gebiet der heutigen Schweiz spürbar waren. Der Kaiser und seine Fam. wurden in Avenches verehrt. S., der um die strateg. Bedeutung der Alpenübergänge wusste, vereinigte wegen der besseren Kontrolle über diese die Alpes Poeninae (Vallis Poenina) und die Alpes Atrectianae, die auch Alpes Graiae genannt wurden und ungefähr dem Gebiet um den Kleinen St. Bernhard und der Tarentaise entsprachen, in einer einzigen Provinz.

Quellen und Literatur

  • A.R. Birley, The African Emperor, S., 21988, 124 f.
  • R. Fellmann, La Suisse gallo-romaine, 1992, 62 f., 82
  • F. Bérard, «Un nouveau procurateur à Aime en Tarentaise, Savoie», in Gallia 52, 1995, 343-358
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Lebensdaten ∗︎ 11.4.146 ✝︎ 4.2.211