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Johann Peregrin vonBeroldingen

nach 1679, vermutlich in Frankreich, katholisch, Landmann von Uri. Sohn des Johann Caspar, Landeshauptmanns. 1648 Magdalena Moor, Tochter des Sebastian. Johann Peregrin von Beroldingen war Besitzer einer Kompanie in spanischen Diensten, brach mit der Familientradition und schloss sich der französischen Partei an. 1660-1661 Landvogt der Riviera, 1662 Kommissar zu Bellinzona, 1667-1673 Landesstatthalter, 1673-1675 Urner Landammann, 1676-1677 Landvogt im Thurgau. 1679 ermordete von Beroldingen seine Magd und Geliebte Anna Maria Kober, flüchtete nach Engelberg und erhielt vom Abt kirchliches Asyl. Die Auslieferungsbegehren der Urner Obrigkeit blieben erfolglos. Johann Peregrin von Beroldingen gelang die Flucht nach Venedig und später nach Frankreich. Über das weitere Schicksal des in Abwesenheit zum Tod Verurteilten ist nichts bekannt.

Quellen und Literatur

  • M. Helbling, «Johann Peregrin von Beroldingen», in HNU 18, 1912, 97-105
Weblinks

Zitiervorschlag

Urs Kälin: "Beroldingen, Johann Peregrin von", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 04.09.2002. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/015491/2002-09-04/, konsultiert am 15.06.2024.