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Allaine

Der Fluss Allaine, deutsch früher Hall, durchfliesst die Ajoie und, nun Allan genannt, das nordwestlich davon gelegene Territoire de Belfort, wo sein Einzugsgebiet den Norden des jurassischen Hügelzugs des Lomont umfasst. 65 km lang, entspringt er bei Charmoille, fliesst an Alle und Porrentruy vorbei, verlässt nach 28 km kurz vor Delle die Schweiz und mündet nach Sochaux und Montbéliard in den Doubs. Sein Wasser wurde vielfach genutzt, obschon es wegen des karstigen Untergrunds eher spärlich fliesst: für Mühlen, Sägereien und andere Betriebe, für die Fischzuchten in Courtemaîche und Grandgourt sowie für Wässermatten. Die Zigarettenfabrik Burrus in Boncourt verwendete das Wasser der Allaine von 1814 bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Insbesondere zwischen 1902 und 1944 wurden mehrere Zuflüsse vom Kanton Bern bzw. den anliegenden Gemeinden eingedämmt und korrigiert, um den im Frühjahr und im Herbst häufigen Überschwemmungen vorzubeugen. Diese konnten allerdings nicht gänzlich zum Verschwinden gebracht werden (Hochwasser von 1910, 1973, 1983 und 1994).

Quellen und Literatur

  • Le canton du Jura de A à Z, 1991, 48 f.

Zitiervorschlag

Dominique Prongué: "Allaine", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 24.01.2001, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/015778/2001-01-24/, konsultiert am 13.06.2024.