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Heinrich vonSax

um 1180, letztmals erwähnt 31.3.1247. Sohn des Albrecht, auf den sich die Freiherrenfamilie zurückführen lässt. Bruder des Ulrich (->). Das Haus von Sax erreichte unter Heinrich und vor allem seinem familienpolitische Ziele verfolgenden Bruder, dem Abt von St. Gallen, einen Höhepunkt im Raum der heutigen Süd- und Ostschweiz. 1206-1207 kam es zur Fehde zwischen Graf Hugo I. von Montfort und Heinrich von Sax um Gebiete der späteren Herrschaft Sax. 1208 erhielt er für kurze Zeit grosse Teile der Schirmvogtei des Klosters St. Gallen, 1209 jene über das Kloster Pfäfers. Zudem blieb er Vogt sankt-gallischer Gebiete um Appenzell. 1212-1220 unterstützten er und sein Bruder König Friedrich II. Er ist der erste nachweisbare Klostervogt von Disentis (vermutlich ab 1213) und unter ihm dehnte die Familie ihren Einfluss vom Misox auf das Bleniotal und die Leventina aus. 1219 gründete er im Misox ein Kollegiatstift und gestaltete die dortigen kirchlichen Verhältnisse völlig neu.

Quellen und Literatur

  • A.-M. Deplazes-Haefliger, Die Frh. von Sax und die Herren von Sax-Hohensax bis 1450, 1976
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Kurzinformationen
Familiäre Zugehörigkeit
Lebensdaten ∗︎ um 1180 Letzterwähnung 31.3.1247

Zitiervorschlag

Wolfgang Göldi: "Sax, Heinrich von", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 11.01.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/018311/2012-01-11/, konsultiert am 05.12.2022.