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NiklausBluntschli

vor 1525 Zürich, 1605 Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Rudolf und Bruder des Hans Balthasar, beide Glasmaler. Viermal verheiratet. Vermutlich Schüler Carl von Aegeris. Als erste Arbeit B.s gilt die 1551 datierte Scheibe des St. Galler Abts Diethelm Blarer. 1556 gestaltete er mehrere Glasscheiben für die Wirtsstube Rotes Schwert seines Vetters Jakob B. Als heiml. Katholik geltend, erhielt er selten stadtzürcher. Aufträge, genoss jedoch Wohlwollen in kath. Gegenden. 1566 Mitglied der Meisenzunft. Ab 1568 Amtmann des Stifts Schänis. B. gilt als hervorragender Kolorist, charakteristisch sind seine Darstellungen schielender Personen. Seine bedeutendsten Werke für den Kreuzgang des Klosters Tänikon sind heute verstreut. Die Scheiben für das Kloster Wettingen finden sich noch am ursprünglichen Standort.

Quellen und Literatur

  • Zürcher Kunst nach der Reformation, Ausstellungskat. Zürich, 1981
  • BLSK, 122
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ vor 1525 ✝︎ 1605

Zitiervorschlag

Bhattacharya, Tapan: "Bluntschli, Niklaus", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 06.11.2002. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019105/2002-11-06/, konsultiert am 16.04.2021.