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HeinrichRieher

nach 1501, ab 1457 von Basel, 1467 kaiserl. Wappenbrief. Agatha (Nachname unbekannt). Färber und Verleger, dann Wirt zum goldenen Löwen und Kaufmann. Mitglied der Webernzunft, der Gartnernzunft, 1452 der Safranzunft, 1472 Zunftmeister der Gartnern, 1475-95 Ratsherr zu Gartnern, 1477-95 Oberstzunftmeister. R. war an zahlreichen Ratsgeschäften und Gesandtschaften der Stadt Basel beteiligt. Nach Vorwürfen seines Sohns gegen das Regiment schloss sich der Rat gegen R. zusammen und setzte ihn 1495 als Oberstzunftmeister und Salzherr ab. Als Parteigänger des Hauses Habsburg floh R. mit seinen Söhnen aus der Stadt zum Markgf. von Hachberg-Sausenberg auf Burg Rötteln. Sein Sohn Heinrich wurde auf Schloss Wildenstein gefangen und 1496 in Basel hingerichtet. R. hielt sich am Hof von Kg. Maximilian I. auf und intrigierte gegen Basel. 1501 wurde er von Basel amnestiert.

Quellen und Literatur

  • StABS, Nachlass A. Lotz
  • Wackernagel, Basel 2, 153 f.
  • H. Polivka, «Vom ersten Oberstzunftmeister an der Gartnernzunft», in Jb. E. E. Zunft zu Gartnern Basel, 2001, 22-33

Zitiervorschlag

Notter, Benno: "Rieher, Heinrich", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 04.01.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019267/2012-01-04/, konsultiert am 28.11.2020.