de fr it

deFont

Über die Ursprünge des Geschlechts F. gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Die ersten beiden bekannten Vertreter sind die Brüder Alamann und Hugo, die 1142 die Abteien Montheron und Hauterive beschenkten. Unklar ist auch, wie die Burg Font, die Kg. Rudolf III. von Burgund 1011 seiner Verlobten Irmingard geschenkt hatte, in die Hand der F. gekommen ist. Als Peter II. von Savoyen weite Teile der Waadt unter seine Herrschaft brachte, traten auch die Herren F. in seinen Dienst. Die Brüder Kuno IV., Burkhard I. und Haimo begleiteten ihn 1264 nach Flandern und erhielten dafür sieben Pfund. Bereits im folgenden Jahr kam es zum Bruderzwist im Hause F. Die benachbarten Herren d'Estavayer besetzten daraufhin die Burg und versprachen Peter II., diese nicht eher freizugeben, bis wieder Friede eingekehrt sei. Zu Beginn des 14. Jh. bildete sich mit den Herren F.-La Molière eine Seitenlinie, die sich nach der Burg La Molière benannte, deren mächtiger Bergfried bis heute erhalten ist. Ritter Boniface, der sich in der Schlacht bei Novara ausgezeichnet hatte, musste die Herrschaft F. wegen Überschuldung 1520 für 17'147 Pfund an Freiburg verkaufen. Der ältere Zweig der Fam. erlosch in männl. Linie in der 1. Hälfte des 15. Jh. Die jüngere Linie hatte Bestand bis Mitte des 16. Jh: Letzte des Geschlechts waren die Geschwister Nicolas IV., Claude und Claudine von La Molière. Nicolas IV. war Herr von Cheyres und starb 1560 kinderlos. Claude, Pfarrer von Assens, lebte noch 1562. Claudine (vor 1604) erbte von ihrem Bruder die Herrschaft Cheyres und brachte sie in ihre Ehe mit Henri de Praroman aus Lausanne ein.

Quellen und Literatur

  • GHS 2, 174-208, (mit Stammtaf.)
  • G. Castelnuovo, L'aristocrazia del Vaud fino alla conquista sabauda, 1990