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deMontricher

Hochadliges Geschlecht, das aufgrund der auf beiden Familienwappen dargestellten Muscheln vermutlich von den von Grandson abstammt. Wegen Streitereien um die Kastvogtei Apples 1265 und um diejenige von Joulens (Gem. Echichens) 1284 wurden die M. und der Abt von Romainmôtier zu Gegnern. 1290 unterstellten Jacques und sein Sohn Rolier das Schloss M. dem Pfalzgf. von Burgund, Otto IV. 1293 leistete Rodolphe, Jacques' Sohn, Ludwig I. von Savoyen-Waadt den Treueid und überliess ihm seine Burg. Zusätzlich zu seinem Lehen erhielt er den Flecken M., das Mandement des Schlosses sowie dessen Güter in den Mandements Torclens, Villars-Bozon (Gem. L'Isle), Echono, Pampigny, Siviriez, Vufflens, Joulens und Monnaz. Wilhelm, vielleicht der Sohn von Jacques, war 1314-38 Prior der Abtei Romainmôtier. 1350 befreite Pierre, Rodolphes Enkel, alle Bewohner von M. vom Todfall (Fall) und der feudalrechtl. Bindung. Henri, das letzte Mitglied der Fam., ist 1430 als Herr von M. bezeugt. Er ernannte Jean de Vergy, Sohn des Pierre de Vergy und Herrn von Champvent, zu seinem Erben. Artaud, der unehel. Sohn des Guillaume und Herrn von M., der nach 1425 starb, gründete einen illegitimen Zweig des Geschlechts, der im 18. Jh. ausstarb.

Quellen und Literatur

  • ACV, Nachlass
  • L. de Charrière, Les dynastes de Grandson jusqu'au XIIIe siècle, 1866
  • HS III/2, 553
  • B. Andenmatten, La maison de Savoie et la noblesse vaudoise (XIIIe-XIVe s.), 2005, 177 f., 282
Kurzinformationen
Variante(n)
von Montricher