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Luigi FerdinandoMarsigli

10.7.1658 Bologna, 1.11.1730 Bologna, kath., aus Bologna. Sohn des Carlo, Grafen, und der Margherita Ercolani, Gräfin. 1705 hielt sich der General, Diplomat, Universalgelehrte und Begründer des Bologneser Istituto delle Scienze (1712) zwecks Drucklegung seiner Verteidigungsschrift (bezüglich der Kapitulation von Breisach) in Zug auf, wo er bei der Fam. des Malers Johannes Brandenberg wohnte. Er beschäftigte sich dort mit naturwissenschaftl. Studien und stand u.a. mit Johann Jakob Scheuchzer (1672-1733) in Kontakt. Von grosser architekton. Bedeutung ist sein durch einen Briefwechsel belegtes Eingreifen in die Planung der Einsiedler Klosterkirche, das den Baumeister Caspar Moosbrugger mit ital. Architekturtradition vertraut machte und letztlich zur Schaffung des grandiosen, die Gnadenkapelle überspannenden Oktogons führte.

Quellen und Literatur

  • A. Reinle, «Ein Fund barocker Kirchen- und Klosterpläne», in ZAK 11, 1950, 216-247
  • A. Reinle, «Luigi Ferdinando M.», in ZAK 13, 1952, 170-181
  • Die Vorarlberger Barockbaumeister, Ausstellungskat. Einsiedeln, 1973, 41-51
  • KdM SZ NF 3/1, 2003, 276-284
  • D. Clementini, Luigi Ferdinando Marsili, Diss. Bologna, 2006/2007
  • DBI 70, 771-781
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Luigi Ferdinando Marsili
Lebensdaten ∗︎ 10.7.1658 ✝︎ 1.11.1730