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vonReitnauSG

Niederadliges Geschlecht, bezeugt vom 14. bis 17. Jh., aus Unterreitnau nördlich von Lindau (Bayern), wo sich auch sein Besitz konzentrierte. Die Ministerialenfam. war der Kirche St. Leonhard bei Ragaz und dem Frauenkloster Cazis verbunden. 1325 ist sie erstmals belegt. Ab Mitte des 14. Jh. veräusserte sie unter ökonom. Druck immer grössere Teile davon, 1376 auch ihre Burg zu Unterreitnau mit Zugehörde, vermutlich einstige Lehen des Abts von St. Gallen, an den Ravensburger Bürger Hans Hübschli. In der Folge zogen Mitglieder der Fam. in die Städte Ravensburg und Lindau. Andere Vertreter schlugen mit Erfolg geistl. Karrieren ein, so Dietrich, der 1405 im Benediktinerkloster Kempten im Allgäu nachgewiesen ist, Werner (->) und Friedrich (->), beide Äbte des Klosters Pfäfers. Im Kloster Cazis stellte die Fam. bis Mitte des 16. Jh. vier Äbtissinnen, erstmals 1426 mit Hildegard. Mit Kriegsdiensten für Österreich und das Reich erwarb sich die Fam. im 16. und 17. Jh. Reichtum, Macht und Prestige.

Quellen und Literatur

  • Montfort 41, 1989, H. 1, (Sondernr.)
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Zitiervorschlag

Leonhard, Martin: "Reitnau, von (SG)", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 18.08.2010. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020306/2010-08-18/, konsultiert am 25.10.2020.