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d'Aigle

Ministerialengeschlecht des Bischofs von Sitten, das erstmals um 1138/1150 (de Al[l]io) mit Wilhelm bezeugt ist. In einem Vertrag von 1179 treten dessen Söhne (?) als Zeugen auf: Burkhard im Gefolge des Grafen von Savoyen, Manfred für den Bischof von Sitten. Sie sind die Begründer zweier Linien: Die eine, in savoyischen Diensten, besass das Vizedominat Aigle. Hugonetus (1354) ist ihr letzter bekannter Spross in der Region. Der anderen Linie gehörte Rudolf an, 1212-1227 Sakristan des Domkapitels von Sitten. Sie besass ab 1227 das Seneschall-Amt des Bischofs von Sitten, ab 1303 die Vizedominate Sitten, Siders, Raron, Visp und Naters. Nach dem Tod von Peter – in erster Ehe Gatte von Catherine de Pontverre, in zweiter Ehe von Jeanne de Blonay – 1343 kamen die Ämter durch seine Tochter Amphelisia an die Familie Chevron-Villette.

Quellen und Literatur

  • J.-E. Tamini, Essai de monographie de Sierre, 1930, 20-24
  • Walliser Wappenbuch, 1946, 3

Zitiervorschlag

Philipp Kalbermatter: "Aigle, d'", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 05.06.2001. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020463/2001-06-05/, konsultiert am 21.07.2024.