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dePontverre

Adelsgeschlecht aus den Grafschaften Genf und Savoyen. Der Name leitet sich von der Brücke Ponte Vitreo her, welche die Fierschlucht in Lovagny (Savoyen) überquert, wo sich eine gleichnamige Burg befand. Ein Zweig dieser Dynastie besass Anfang 13. Jh. savoyische Lehen im Chablais, insbesondere in Les Ormonts. 1321 erwarben diese P. die Herrschaftsrechte über das ganze Tal der Grande-Eau. Aymon, der 1350 Vogt des Chablais und 1353 Vogt der Waadt war, erbaute das Schloss Aigremont. Mit dem Tod seines Sohnes François vor 1379 erlosch der Zweig und mit ihm die Geschichte der P. in Les Ormonts. Die angestammte Herrschaft und die übrigen Lehen dieser Erblinie fielen 1377 an die Fam. de Ternier und 1418 an die de Montchenu, aus der François (->) hervorging. Benoît Quimier (unter dem Namen de P. bekannt, ab 1691 Pfarrer in Confignon), der 1728 Jean-Jacques Rousseau nach seiner Flucht aus Genf empfing, war wohl ein Nachkomme der P., Herren von Cruseilles.

Quellen und Literatur

  • E.A. de Foras, Armorial et nobiliaire de l'ancien duché de Savoie 4, 1900, 86-89, 449-453; 5, 1938, 511-517 (Neudr. 1992)
  • Les anciennetés du Pays de Vaud, hg. von A. Millioud et al., 1901, 247-295
  • Walliser Wappenbuch, 1946, 198 f.

Zitiervorschlag

Tripet, Micheline: "Pontverre, de", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 22.02.2010, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020630/2010-02-22/, konsultiert am 01.12.2020.