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Petri

Henricpetri

Aus Langendorf bei Hammelburg (Franken) eingewanderte Basler Drucker-, Verleger- und Gelehrtendynastie. Begründer der ersten Basler Linie ist Johannes (->). Mit Johann Caspar (1561) stirbt diese Linie aus. Begründer der zweiten Basler Linie ist Johannes' Neffe Adam (->), der 1509 die Druckerei seines Onkels übernahm. Adams Sohn Heinrich (->) brachte die väterl. Druckerei zur Blüte und wurde 1556 in den erbl. Reichsritterstand erhoben. Dessen Söhne Adam (->), Sixtus (1547-ca. 1579) und Sebastian (->), unter dem die Offizin in Konkurs ging, nannten sich ab 1564 Henricpetri. Jacob (1570-1641), Sohn des zweitgenannten Adam, war Rhetorikprof. an der Univ. Basel, dessen Sohn Jacob (->) und Enkel des Adam begründete eine Linie von Stadtschreibern und Bürgermeistern in Mülhausen. Dessen Neffe Jacob (->) war Ratsherr in Basel. Um 1665 verkaufte Adam (1625-88), Enkel von Sebastian, die Firma der Henricpetrini (wohl nur noch Verlag) an Jakob Bertsche, was dem Ende der Drucker- und Verlegerdynastie P. gleichkommt. Im 18. Jh. starb das Basler Geschlecht der P. aus. Der Verlag Schwabe AG führt sich auf die Offizin Petri zurück.

Quellen und Literatur

  • T. Geering, Handel und Industrie der Stadt Basel, 1886
  • K. Cullmann, Familiengesch. der P., 1913
  • C. Roth, «Stammtaf. einiger ausgestorbener Basler Gelehrtenfam.», in BZGA 17, 1918, 348-351
  • F. Hieronymus, 1488 P. - Schwabe 1988, 1997

Zitiervorschlag

Schibler, Thomas: "Petri", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 28.10.2010. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020984/2010-10-28/, konsultiert am 30.11.2020.