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Spichtig

Obwaldner Fam., ab dem 15. Jh. von Sachseln, ab 1868 auch von Alpnach. Die S., auch Spichting genannt, stammen vermutlich aus Nidwalden. Uli, 1467 in Sachseln als Grundbesitzer genannt, gilt als Stammvater. Mehrere S. waren vom 16. bis ins 19. Jh. Sachsler Ratsherren, im 19. Jh. auch Ratsherren für Alpnach. Unter den Politikern ragte besonders Landammann Nikodem (->) heraus. Die S. brachten ein Dutzend Geistliche hervor. Johann Peter (->) verfasste zwei barocke Stücke, ein Dreikönigsspiel und ein Passionsspiel, Ignaz (1800-60) war ab 1830 Pfarrer in Kerns. Als Theologieprofessoren wirkten Melchior (1904-83) in Luzern und Ernst (1934) in Chur.

Quellen und Literatur

  • A. Küchler, Gesch. von Sachseln, 1901, 171-177
  • O. Eberle, Johann Peter S.s geistl. Spiele, 1928
  • E. Omlin, Die Geistlichen Obwaldens vom 13. Jh. bis zur Gegenwart, 1984, 512-517

Zitiervorschlag

von Flüe, Niklaus: "Spichtig", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 13.02.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/022352/2012-02-13/, konsultiert am 27.02.2021.