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Merveilleux

Aus Rötteln (Breisgau) stammende Fam., die vor 1469 in Neuenburg eingebürgert wurde. Hans Wondrelic oder Jean M. (oder Ansocoz), Koch des Gf. Johann von Freiburg, lebte 1428 in Neuenburg. Sein Neffe Jean (Hans, Hainsely) Wunderlich (1492), genannt l'arbalétrier (der Armbrustschütze), war Offizier bei Rudolf von Hochberg, dem Markgrafen von Rötteln und Erben der Grafschaft Neuenburg. Er folgte seinem Herrn nach Neuenburg, wo er seinen Namen französierte und sich fortan M. nannte. 1469 wurde er in den Rat des Grafen aufgenommen und begründete eine bis ins 20. Jh. bestehende Linie. Jean (->), ein Enkel des obgenannten Jean, war Mitglied des ersten, 1530 von Johanna von Hochberg gebildeten Staatsrats. Die M. gehörten zu den mächtigen Fam. Neuenburgs und bildeten bis 1831 eine eigentl. Dynastie, deren letzter Vertreter Samuel Henri (1777-1854) war. David (->) gehörte während 38 Jahren dem Rat an. Die M. stellten neben Militärs und Ärzten mit David-François (->) auch einen Kartografen. Der 1702 erloschene Berner Zweig, der ab 1610 einen Teil der Herrschaft Worb besass, nahm den Namen Wunderlich wieder an. Die Nachkommen Henris (1662-1749), der sich nach versch. Skandalen als Pfarrer in Alderney (Kanalinseln) niedergelassen hatte, bildeten den engl., 1897 erloschenen Zweig. In Frankreich bestand auch ein kath. Zweig (M. du Vignau), der von Charles-Frédéric (1749) abstammte. In Neuenburg erlosch die Fam. im 20. Jh. mit Suzanne-Marguerite (1908-98).

Quellen und Literatur

  • AEN, Nachlass
  • E. Quartier-la-Tente, Les familles bourgeoises de Neuchâtel, 1903, 141-149
  • A. Piaget, «Bull. bibliographique: familles bourgeoises», in MN, 1904, 142 f.
  • Schweiz. Geschlechterbuch 1, 314 f.; 5, 415 f.
  • R. Scheurer et al., Histoire du Conseil d'Etat neuchâtelois, 1987, 25 f.
Kurzinformationen
Variante(n)
de Merveilleux
Wunderlich