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dePierre

Aus Vercel in der Freigrafschaft Burgund zugewanderte Fam., die im 16. Jh. in Neuenburg eingebürgert wurde. Den P. gehörten im 16. Jh. Handwerker, später auch Kaufleute an. Ab dem 17. Jh. stellten sie mehrere städt. Magistraten und im 18. und 19. Jh. vier Staatsräte, darunter Jean Frédéric de Pierre und Charles Louis de Pierre. Jean-Henri (1655-1733) war einer der zwölf Richter des Gerichts der Drei Stände, welches das Fürstentum Neuenburg 1707 dem Kg. von Preussen zusprach. 1729 wurde die Fam. von Kg. Friedrich-Wilhelm I. geadelt. Einige Familienmitglieder waren während der Reformation in die Freigrafschaft Burgund zurückgekehrt, wo das Geschlecht im 18. Jh. erlosch. In Neuenburg starben die P., die sich durch Heirat v.a. mit den Pury, Merveilleux und Chambrier verbanden, 1899 aus.

Quellen und Literatur

  • E. Quartier-la-Tente, Les familles bourgeoises de Neuchâtel, 1903, 96-99
  • Schweiz. Geschlechterbuch 1, 398 f.; 6, 518 f.
  • P.-A. und J. Borel, Livre de raison et chronique de famille, H. 11, 22001, 1-8
Kurzinformationen
Variante(n)
Depierre

Zitiervorschlag

Cruchaud, Anne-Marie: "Pierre, de", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 09.02.2010, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/022396/2010-02-09/, konsultiert am 23.09.2020.