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Käs

Urner Bauern- und Magistratenfamilie, auch Zuchese, Zuokäs, Keso, Kess, Käsli, Kässer oder Keser genannt, die im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt wird. Die Käs traten zuerst 1257 während der Izzeli-Gruoba-Fehde als Parteigänger der Letzteren auf. Im Schächental verbreitet, liessen sie sich ab dem 15. Jahrhundert auch in Bürglen, Schattdorf und Altdorf nieder, wo sie Grundbesitz erwarben und zur Oberschicht zählten. Die Familie hatte zahlreiche Landesbeamtungen und Landesämter inne. Ihren politischen Höhepunkt erreichte sie mit Landammann Jost (->). Unter Landvogt Werner (1606) von Bürglen gewannen die Käs dank ihren Heiratsverbindungen, unter anderem mit den Landammännergeschlechtern Albrecht und Arnold sowie den begüterten Zurenseller, breiten Einfluss. 1684 starb die Familie aus.

Quellen und Literatur

  • StAUR, Slg. Friedrich Gisler
  • G. Muheim, «Die Tagsatzungs-Gesandten von Uri», in HNU 16, 1910, 1-199, v.a. 133 f.

Zitiervorschlag

Hans Stadler: "Käs", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 26.11.2014. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/023402/2014-11-26/, konsultiert am 23.07.2024.