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deJoffrey

Waadtländer Adelsgeschlecht, das ursprünglich aus Romont (FR) stammte und unter versch. Schreibweisen wie Geoffrey, Deieoffrey oder Dejoffrey nachgewiesen ist. Gegen 1472 liessen sich die J. in Vevey nieder. Eine bereits vor 1454 in Blonay ansässige Fam. gleichen Namens ist vermutlich anderer Herkunft. Die Angehörigen des Geschlechts J. erwirtschafteten durch Handel ein bedeutendes Vermögen und stellten zahlreiche Amts- und Militärpersonen (u.a. Abraham-Hubert ->). Um 1480 wurden sie in Vevey, gegen 1536 in Bern und 1779 in Arnex-sur-Orbe eingebürgert. Jacques ist um 1380 in Romont bezeugt. Seine Urenkel Jean (vor 1504), Kriegsmann und Podestà von Biandrate (Novara), und Aymon (um 1535), Kaufmann und Landvogt von Vevey, wurden 1498 von Hzg. Philibert II. von Savoyen geadelt. Von der Mitte des 17. bis in die 2. Hälfte des 18. Jh. amtierten Vertreter des Geschlechts in Vevey als Untervögte und Kastlane. Die J. verschwägerten sich mit den Fam. de Blonay, von Stäffis, de Gingins, de Mestral, de Seigneux, von Erlach und von Graffenried. Die Fam. verzweigte sich in die drei Hauptlinien de la Cour-au-Chantre, des Belles-Truches und d'Arnex-sur-Orbe (oder de Perroy). Zusätzlich zu ihrem Besitz in Vevey (Trois-Rois, Cour-au-Chantre und Belles-Truches) besassen die J. u.a. die Herrschaften Colombier (VD), Vuarrens, Perroy, Saint-Légier-La Chiésaz, Dully und La Dausaz (Oron). Daneben wirkten sie als Viztume von Châtel-Saint-Denis.

Quellen und Literatur

  • ACV, Nachlass und genealog. Dossier
  • A. de Montet, Familles bourgeoises de Vevey 2, Ms., 328 f. (BCUL)
  • Recueil de généalogies vaudoises 3, 1946, 233-265