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Manegold vonMammern

1.5.1133 St. Gallen. Manegold von Mammern wurde 1121 kurz vor Ende des Investiturstreits von einer antikaiserlich gesinnten Partei des Konvents der Benediktinerabtei St. Gallen zum Gegenabt des kaisertreuen Abts Heinrich von Twiel gewählt und in dieser Funktion 1122 durch den kaiserlichen Widersacher Herzog Konrad von Zähringen gewaltsam eingesetzt. Manegold von Mammern vermochte sich in dem von beiden Seiten finanziell aufwendig geführten Streit um die Vorherrschaft durchzusetzen, bemühte sich anschliessend jedoch um die Konsolidierung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Abtei. Es gelang ihm, die sankt-gallischen Klostergüter jenseits des Bodensees zurückzugewinnen, und er liess zu deren Sicherung die Feste Prassberg bei Wangen im Allgäu errichten. Zudem machte sich Manegold von Mammern um die künstlerische Ausstattung der Abteikirche verdient.

Quellen und Literatur

  • HS III/1, 1293 f.
Weblinks
Kurzinformationen
Lebensdaten Ersterwähnung 1121 ✝︎ 1.5.1133

Zitiervorschlag

Werner Vogler: "Mammern, Manegold von", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 27.10.2009. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/025158/2009-10-27/, konsultiert am 07.12.2022.