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Iten

Eines der sieben alten Geschlechter des Zuger Ägeritales, die das Zugrecht zwischen der oberen und unteren Gem. besitzen, d.h., je nach Wohnsitz in der jeweiligen Allmendkorporation nutzungsberechtigt sind. 1400 wird der aus der schwyzer. Nachbarschaft zugewanderte Heini als erster I. im Ägerital erwähnt. Ausgehend von ihm und seinen beiden Söhnen Johann (->) - durch diesen sind die I. teilweise auch Bürger von Zug - und Andreas verbreitete sich das Geschlecht rasch in einer kaum übersehbaren Zahl von Linien in der ganzen Gemeinde. 1850 zählte fast ein Drittel der Ägerer Talbevölkerung zu diesem Geschlecht, dessen Vertreter deshalb kennzeichnende Beinamen erhielten. Viele I., besonders solche aus dem unteren Gemeindeteil, der späteren Gem. Unterägeri, erreichten eine bedeutende Stellung. Schon Heinis Sohn Johann und Enkel Kaspar (->) waren Ammänner des Standes Zug und Landvögte. Christian, ein Enkel des Letzteren, war in der Schlacht auf dem Gubel 1531 Anführer der siegreichen kath. Truppen. Christians Sohn Johann Christian (->) amtierte als Landvogt im Rheintal. Die von Andreas (->) ausgehende Linie stellte im 17. Jh. mit ihm, seinem Neffen Nikolaus (->) und seinem Grossneffen Nikolaus (->) und Johann Heinrich (->) eine Reihe von Ammännern sowie mit Melchior (1650-97) den einzigen Zuger Landschreiber aus dem Ägerital. Johann Heinrich, Ammann 1700-02, war bis Klemens (->), Regierungsrat 1852-59, der letzte I. in einem wichtigen kant. Amt. Die öffentl. Ämter häuften sich innerhalb weniger Linien, so in jener der I. zum Kreuz, dem ältesten Wirtshaus in Unterägeri, die auf Nikolaus (->) zurückgeht und die bis in die Gegenwart (Bonaventura ->) zahlreiche Amtsträger hervorbrachte. Auch Ordens- und Weltgeistliche, darunter mehrere Pfarrer sowie Johann Franz (1633-97) und P. Basilius, Abt des Klosters Rheinau, traten in einigen Linien gehäuft auf. 1687-1872 bestand eine besondere Itener Pfrund vorwiegend für Geistliche des Geschlechtes.

Quellen und Literatur

  • Schweiz. Geschlechterbuch 1, 236 f.
  • A. Iten, Die I. Talleute zu Ägeri, 1962
  • Ägerital - seine Geschichte, 2003
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