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SidlerZG

Geschlecht in verschiedenen Zuger Gemeinden, ab Mitte des 15. Jahrhunderts in genealogischer Abfolge fassbar. 1331 wird ein Jakob in Hünenberg genannt. 1399 erhielt Bürgi vom Hof Waldeten (Gemeinde Risch) das Luzerner Stadtbürgerrecht. 1443 erwarben Hensli ab Waldeten und Heinzli von Holzhäusern (Gemeinde Risch) das Bürgerrecht der Stadt Zug, wo die Familie eine beträchtliche Bedeutung erlangte. Im 17. und 18. Jahrhundert stellte sie viele Geistliche, vor allem Kapuziner. Mit Georg (->), der als Ammann bis zum höchsten Amt im Kanton aufstieg, gelangte der erste Sidler in den Stadtrat, in dem die Familie über das Ende des Ancien Régime hinaus meistens vertreten war. Georgs gleichnamiger Neffe (1627-1693) erbte den Ratssitz und begründete die Ammänner- und Landvogtlinie mit Bernhard Damian (->), seinem Sohn Georg Damian (->) und seinem Enkel Georg Joseph (->), dem bedeutendsten Vertreter des Geschlechts. Josef Anton (1783-1862), der Bruder des Letzteren, diente bis 1830 als Hauptmann in Frankreich, pilgerte 1833 nach Jerusalem, wanderte nach Amerika aus, lebte nach seiner Rückkehr als schrulliger Aussteiger am Ägerisee und bereiste 1855 Afrika.

Quellen und Literatur

  • A. Iten, E. Zumbach, Wappenbuch des Kt. Zug, 21974

Zitiervorschlag

Renato Morosoli: "Sidler (ZG)", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 23.11.2011. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/025404/2011-11-23/, konsultiert am 16.07.2024.