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Colladon

Die Fam. C. kam aus La Châtre (Berry), wo manche ihrer Angehörigen öffentl. Ämter bekleideten. 1550 flüchtete sie nach Genf, und Germain (->) wurde 1555 mit anderen hugenott. Flüchtlingen eingebürgert. Der Fam. entstammten Juristen, die mit den Kriminalprozessen der calvinist. Zeit betraut waren, Pfarrherren und Theologen wie Nicolas (->), aber auch Wissenschaftler wie Jean-Antoine (->) und Jean-Daniel (->), Ärzte wie Esaïe (->) und Jean (->) sowie Apotheker. Die Fam. war fast während des ganzen Ancien Régime im Rat der Zweihundert vertreten, so u.a. mit David (->) und Germain (->), aber nur wenige Mitglieder erreichten die höchsten Ämter. Ein Zweig mit Pfarrherren und Diakonen liess sich im 17. Jh. in Aubonne, Morges und Orbe nieder und kehrte dann im 18. Jh. wieder nach Genf zurück. Der letzte männl. Nachfahre der Fam., Germain, starb 1973.

Quellen und Literatur

  • BCUG, Nachlass
  • Galiffe, Notices généal. 2, 785-801
  • Schweiz. Geschlechterbuch 3, 100-102

Zitiervorschlag

Roth, Barbara: "Colladon", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 04.05.2005, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/025494/2005-05-04/, konsultiert am 01.12.2020.