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deSeyssel

Adelsgeschlecht aus den Grafschaften Genf und Savoyen. Der Name S. ist von der gleichnamigen savoy. Stadt abgeleitet. Die S. besassen Lehengüter im Genevois, in Savoyen, in der Maurienne, im Faucigny, in Bresse, im Bugey, in der Dauphiné und in Piemont. Die Dynastie umfasste 19 Linien, wovon am Anfang des 21. Jh. noch vier in Italien, Bayern-Österreich und in Frankreich existierten. Vom 12. bis zum 16. Jh. spielten einige Familienmitglieder in Genf eine wichtige Rolle. Pierre grenzte 1124 die Gerichtsrechte der Grafen und des Bischofs im Bistum und der Stadt voneinander ab, womit die Grundlage für den Vertrag von S. geschaffen wurde. Im 15. Jh. waren drei Generationen S. Viztume des Bf. von Genf. Zu Beginn des 16. Jh. wirkte Charles (->) als Bf. von Genf und Claude (->) als Ambassador von Ludwig XII. bei der Eidgenossenschaft.

Quellen und Literatur

  • Bibliothèque du Château de Musin, Magnieu (Rhône-Alpes)
  • Régeste genevois, 1866
  • M. de Seyssel-Cressieu, La maison de S., 2 Bde., 1900
  • E.A. de Foras, Armorial et nobiliaire de l'ancien duché de Savoie 5, 1910, 340-500 (Neudr. 1993)

Zitiervorschlag

Tripet, Micheline: "Seyssel, de", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 25.11.2011, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/025564/2011-11-25/, konsultiert am 26.09.2021.