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Zentralamt für den internationalen Eisenbahnverkehr

Zwischenstaatliche Organisation für den internationalen Eisenbahnverkehr 

Das Zentralamt für den internationalen Eisenbahnverkehr wurde 1893 aufgrund des 1890 abgeschlossenen internationalen Übereinkommens über den Eisenbahnfrachtverkehr in Bern eröffnet und initiierte weitere Institutionen, die der organisatorischen (Fahrplankonferenzen) und technischen (Spurbreite) Internationalisierung des Verkehrs dienten. Das unter der Oberaufsicht des Bundesrats stehende Amt führte die Liste der Eisenbahnlinien und vermittelte zwischen den Konventionsstaaten. In der Zwischenkriegszeit erweiterte sich sein Aufgabengebiet um den internationalen Personen- und Reisegepäckverkehr. 1956 ging die schweizerische Oberaufsicht auf den Verwaltungsausschuss des Zentralamts für den internationalen Eisenbahnverkehr über. Aufgrund der neuen Konvention zum internationalen Eisenbahnverkehr von 1980 wurde das Zentralamt für den internationalen Eisenbahnverkehr 1985 durch die Zwischenstaatliche Organisation für den internationalen Eisenbahnverkehr ersetzt (2011 46 Mitgliedstaaten).

Quellen und Literatur

  • A. Waldis, «Internat. Eisenbahnorganisationen und die Schweiz», in Die Internationalität der Eisenbahn 1850-1970, hg. von M. Burri et al., 2003, 245-256
Weblinks

Zitiervorschlag

Madeleine Herren: "Zentralamt für den internationalen Eisenbahnverkehr", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 01.02.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/027489/2013-02-01/, konsultiert am 25.07.2024.