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Emil GeorgBührle

31.8.1890 Pforzheim (Baden, D), 28.11.1956 Zürich, christkath., dt. Staatsangehöriger, ab 1937 von Zürich. Sohn eines Beamten in Pforzheim. 1920 Charlotte Schalk, Tochter eines Bankiers in Magdeburg. Stud. der Kunstgeschichte und Germanistik in Freiburg i.Br. und München. Im 1. Weltkrieg Adjutant der Reichswehr, 1920 kaufmänn. Angestellter bei der Magdeburger Werkzeugmaschinenfabrik, die ihn 1924 nach der Übernahme der Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon als deren Geschäftsleiter in die Schweiz delegierte. 1929 Besitzer der Aktienmehrheit, 1937 Alleininhaber und Umwandlung der Aktiengesellschaft in eine Kommanditgesellschaft (Oerlikon-Bührle). Der durch Waffenexporte - von Juni 1940 bis Sept. 1944 ausschliesslich an die dt. Wehrmacht und an mit dieser verbündete Armeen - ausgelöste Firmenaufschwung liess B.s Vermögen 1936-44 von 0,14 Mio. auf 127 Mio. Fr. anwachsen. Die Gewinne setzte er zugunsten der Konzernbildung ein. Ab den 1930er Jahren legte B. eine bedeutende Kunstsammlung an (alte Meister, franz. Maler des 19. und beginnenden 20. Jh.), die 1960 in eine Stiftung eingebracht und der Öffentlichkeit in Zürich zugänglich gemacht wurde. Grosszügiger Kunstmäzen und Stifter des Erweiterungsbaus des Zürcher Kunsthauses (1958 eingeweiht).

Quellen und Literatur

  • Slg. Emil G. B., Ausstellungskat. Zürich, 1958
  • R. Christen et al., Die B.-Saga, 21986
  • D. Heller, Zwischen Unternehmertum, Politik und Überleben, 2002
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 31.8.1890 ✝︎ 28.11.1956

Zitiervorschlag

Ueli Müller: "Bührle, Emil Georg", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 08.06.2004. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/027701/2004-06-08/, konsultiert am 05.12.2022.