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ErnestoRossi

25.8.1897 Caserta (Kampanien), 9.2.1967 Rom, Italiener. Sohn des Antonio, Offiziers, und der Elide geb. Verardi. 1931 Ada geb. R., Lehrerin. 1920 schloss R. sein Rechtsstud. an der Univ. Siena ab. Zeitlebens beschäftigte er sich mit Wirtschaftswissenschaften und Politologie. Als Lehrer war er im Geheimen antifaschistisch tätig und gehörte zu den Anführern der Bewegung Giustizia e Libertà in Italien. 1930 wurde er verhaftet, 1931 zu einer Gefängnisstrafe verurteilt und 1939 auf die Insel Ventotene verbannt, wo er 1941 mit Altiero Spinelli das berühmte "Manifesto per un'Europa libera e unita" verfasste. Später ging R. nach Lugano und ab Sept. 1943 nach Genf ins Exil. Im Aug. 1943 befand er sich in Mailand unter den Gründern der Europäischen Föderalist. Bewegung, die er mit Spinelli unterstützte. Zwischen März und Juli 1944 nahm R. im Haus des niederländ. Pfarrers Willem Visser't Hooft an Versammlungen von Vertretern europ. Widerstandsgruppen teil. Nach seiner Rückkehr nach Italien im April 1945 wirkte er u.a. in der Regierung von Ferruccio Parri als Unterstaatssekr. für den Wiederaufbau.

Quellen und Literatur

  • A. Braga, Un federalista giacobino: Ernesto R. pioniere degli Stati Uniti d'Europa, 2007
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 25.8.1897 ✝︎ 9.2.1967

Zitiervorschlag

Cerutti, Mauro: "Rossi, Ernesto", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 23.04.2010, übersetzt aus dem Italienischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/027925/2010-04-23/, konsultiert am 25.10.2020.