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HenrykSienkiewicz

5.5.1846 Wola Okrzejska, bei Luków (Russland, heute Polen), 15.11.1916 Vevey, kath., Pole. Aus einer verarmten adligen Familie. Dreimal verheiratet. Rechts- und Literaturstud. in Warschau. Journalist, Schriftsteller. S. erlangte mit seinen zahlreichen hist. Romanen, u.a. seinem berühmten "Quo vadis?", grosse Popularität. 1905 erhielt er den Literaturnobelpreis. 1914 flüchtete S. in die Schweiz und liess sich in Vevey nieder. Im Jan. 1915 gründete er das Hilfskomitee für die poln. Kriegsopfer, Comité de Vevey genannt, das er auch präsidierte, und bat später in seinem "Appel aux peuples civilisés" um Hilfe für die poln. Bevölkerung. Das Komitee koordinierte die Arbeit der weltweit 174 lokalen Vereine - davon allein 117 in den USA -, sammelte Geld und überwies 19'712'881 Fr. an Polen. Der grösste Teil dieser Summe kam dank S.s Bekanntheit zusammen.

Quellen und Literatur

  • H. Florkowska-Frančić, Między Lozanną, Fryburgiem a Vevey, 1997
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 5.5.1846 ✝︎ 15.11.1916

Zitiervorschlag

Florkowska-Frančić, Halina: "Sienkiewicz, Henryk", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 02.05.2013, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/028458/2013-05-02/, konsultiert am 24.07.2021.