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LeopoldRuzicka

13.9.1887 Vukovar (Österreich-Ungarn, heute Kroatien), 26.9.1976 Mammern, ab 1917 von Zürich. Sohn des Stjepan, Küfers, und der Amalija geb. Sever. 1) 1912 Anna Hausmann, 2) 1951 Gertrud Acklin, geb. Frei, Tochter des Ulrich. Ab 1906 Chemiestud. an der Techn. Hochschule Karlsruhe, Promotion 1911 bei Hermann Staudinger (Nobelpreis 1953). 1912 folgte R. seinem Lehrer als Assistent an die ETH Zürich, wo Staudinger zum Prof. für organ. Chemie ernannt worden war. Als PD ab 1918 an der ETH und ab 1920 der Univ. Zürich sowie als Titularprof. ab 1923 an der ETH führte R. seine Forschung über Terpene (natürl. Riechstoffe) weiter. 1921 begann er eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Duftstoffhersteller M. Naef & Cie. (ab 1934 Firmenich & Cie.) in Genf, für den er 1925-26 das Forschungslabor leitete. R. gelang u.a. die Strukturaufklärung der makrozykl. Moschusriechstoffe Muscon und Zibeton. 1926 wurde er als o. Prof. für organ. Chemie nach Utrecht berufen. 1929 übernahm er von Richard Kuhn (Nobelpreis 1938) den Lehrstuhl für organ. Chemie an der ETH, den er bis 1957 innehatte. R. gelangen wichtige Entdeckungen auf dem Gebiet der höheren Terpenverbindungen und - mit der Teilsynthese von Androsteron und Testosteron - der Steroide. Neben dem Nobelpreis für Chemie 1939 (zusammen mit Adolf Butenandt) erhielt R. zahlreiche weitere Auszeichnungen, darunter acht Ehrendoktorate sowie den Marcel-Benoist- und den Cannizzaro-Preis.

Quellen und Literatur

  • ETH-BIB, Nachlass
  • Nobel Lectures in Chemistry 1922-1941, 1966, 493-496
  • Helvetica Chimica Acta 66, 1983, 1307-1342 (mit Werkverz.)
  • G. Oberkofler, Leopold R. (1887-1976), 2001
  • NDB 22, 308 f.
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Lebensdaten ∗︎ 13.9.1887 ✝︎ 26.9.1976