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Herborn

Stadt im dt. Bundesland Hessen, 2004 21'321 Einw. Die 1584 nach Genfer und Strassburger Vorbild gegr. Hohe Schule von H. wurde rasch ein Zentrum des internat. Calvinismus. Vom frühen 17. bis zum Beginn des 19. Jh. war sie von prägender Bedeutung für die ref. Schweizer Kirchen. 1584-1725 sind 183 schweiz. Studenten nachgewiesen, u.a. 61 aus Zürich, 36 aus Bern und 20 aus Schaffhausen. Herborner Professoren unterhielten enge persönl. Kontakte mit Gelehrten in Basel, Bern und Zürich. 1684 entschied sich Bern für die Bibelübersetzung des Herborner Professors Johann Fischer (Piscator) aus den Jahren 1602-03, die in der ref. Schweiz bis 1848 offiziell ihre Gültigkeit behielt. 1585-1620 wirkte der Zürcher Christoph Rapp (Corvinus) als Drucker an der Hohen Schule von H.

Quellen und Literatur

  • G. Zedler, H. Sommer, Die Matrikel der Hohen Schule und des Paedagogiums zu H., 1908
  • G. Menk, Die Hohe Schule H. in ihrer Frühzeit (1584-1660), 1981
  • H. Haering, Die Spätzeit der Hohen Schule zu H. (1742-1817), 1994
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